Bärbel Schäfer spricht offen über Fehlgeburten
„Ein intensives Gespräch über Erziehung, Kinder und spätere Mutterschaft“, fasst Moderatorin Bärbel Schäfer, 62, auf Instagram ihr Gespräch mit RTL-Moderatorin Katja Burkard, 60, in deren Podcast „Glow Up Your Life“ zusammen.
Burkard, selbst Mutter von zwei Töchtern und bei der Geburt ihres ersten Kindes 36 Jahre alt, hatte damit eine Gesprächspartnerin vor sich, die einen ähnlichen, aber deutlich steinigeren Weg hinter sich hatte. Bärbel Schäfer war 41, als ihr erster Sohn zur Welt kam. Der Weg dorthin war geprägt von Rückschlägen. „Man hatte ja manchmal zwei Striche, aber dann eben doch eine Fehlgeburt“, beschrieb sie ihre Erfahrungen nüchtern.
Bärbel Schäfer: „Diese Minuten waren so unangenehm“
Eine dieser Fehlgeburten brannte sich ihr besonders tief ins Gedächtnis. Sie ereignete sich im vierten Schwangerschaftsmonat beim Ultraschall im Rahmen einer Routineuntersuchung. Ein junger Assistenzarzt, so schilderte es Schäfer im Podcast, verhielt sich plötzlich merkwürdig. Er „wechselte die Gesichtsfarbe“ und verließ abrupt den Raum. Zunächst kam er nicht zurück.
„Das ist jetzt aber ein sonderbares Verhalten“, dachte Schäfer in diesem Moment. Und dann: das Warten. „Diese Minuten waren so unangenehm“, erinnerte sie sich. Bis heute fragt sie sich manchmal, wie alt das Kind jetzt wohl wäre, was es machen würde und was für ein Mensch aus ihm geworden wäre.
Mit Blick auf das Alter von sich und ihrem Ehemann Michel Friedman, 70, berichtete sie im Podcast von einer Sorge: „Sitzen wir dann schon tatterig herum und die Kinder und Enkelkinder kommen mal vorbei, machen ein Drei-Generationen-Foto und hauen dann wieder ab? Aber keiner übergibt uns noch die Verantwortung für die Enkelkinder, weil wir dann wirklich schon so alt sind.“
Doch Schäfer betont auch, das Alter habe ihr eine „innere Ruhe“ gebracht. Das Gefühl, nichts im Leben verpasst zu haben. „Ich weiß gar nicht, ob ich vorher Verantwortung hätte übernehmen können“, sagt sie.
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