Tegut wird verkauft - Edeka will 200 Märkte übernehmen
Die Supermarktkette Tegut mit Filialen in Thüringen soll verkauft werden. Der bisherige Eigentümer, der Schweizer Lebensmittelhändler Migros, zieht sich aus Deutschland zurück. Rund 200 der 300 vor allem in Hessen gelegenen Filialen sollen von Edeka übernommen werden.
Kartellamt muss Verkauf zustimmen
"Mit dieser Einigung schaffen wir eine klare Zukunftsperspektive für die Tegut-Märkte und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter", sagte der Vorstandsvorsitzende der Edeka-Zentrale, Markus Mosa.
Durch eine Schließung zahlreicher Standorte hätte ansonsten der Verlust von mehr als 4.500 Arbeitsplätzen gedroht, hieß es. Ob der Name Tegut erhalten bleibt, ist bislang unklar.
Eine entsprechende Vereinbarung wurde nach Angaben beider Unternehmen bereits unterschrieben. Das Kartellamt muss dem Verkauf noch zustimmen. Was mit den übrigen Filialen, auch mit denen in Thüringen, geschieht, ist noch unklar.
Edeka ist der größte Lebensmittelhändler in Deutschland.Bildrechte: picture alliance / Joko | JokoRückläufige Umsätze in Supermärkten
Migros erklärte die Entscheidung, Tegut zu veräußern, folgendermaßen: Trotz massiver Kosteneinsparungen habe sich das Marktumfeld in Deutschland weiter verschärft und zu rückläufigen Umsätzen geführt.
Tegut sei "unter diesen Bedingungen mit der spezifischen Positionierung und der vergleichsweise kleinen Unternehmensgröße langfristig wirtschaftlich nicht zukunftsfähig".
7.700 Beschäftigte in Deutschland
Tegut betreibt in Thüringen rund 30 Filialen, darunter in Erfurt, Bad Langensalza, Weimar, Meiningen und Saalfeld. Rund 7.700 Beschäftigte arbeiten in Filialen in sechs verschiedenen Bundesländern. Das Unternehmen Edeka ist der größte Lebensmittelhändler in Deutschland.
Migros zählt zu den größten Einzelhandelsunternehmen der Schweiz. Im Jahr 2024 erzielte der Konzern laut Geschäftsbericht einen Rekordumsatz von 32,5 Milliarden Schweizer Franken und beschäftigte knapp 99.000 Menschen.
MDR (mwa/jn)/dpa
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