Zweitägiger Pilotenstreik bei Lufthansa hat begonnen
Bei der Lufthansa hat am Morgen ein zweitägiger Pilotenstreik begonnen. Vor allem an den Drehkreuzen Frankfurt und München ist mit Flugausfällen zu rechnen. Das Unternehmen hat zugesichert, dass an beiden Streiktagen mindestens die Hälfte der geplanten Flüge stattfinden soll. Auf der Langstrecke könnten nach Angaben der Airline sogar rund 60 Prozent der Verbindungen starten.
Betroffen sind auch die Flughäfen Leipzig-Halle und Dresden. Dort fallen heute 17 Flüge von und nach Frankfurt sowie München aus. Am Freitag sind acht weitere Flüge betroffen.
Gewerkschaft erwartet weniger Ausfälle als zuletzt
Die streikführende Gewerkschaft Vereinigung Cockpit hatte bereits eingeräumt, dass der Ausstand kleiner ausfallen dürfte als bei der ersten Streikwelle vor einem Monat. Gewerkschaftschef Andreas Pinheiro rechnet mit rund 300 Flugausfällen pro Tag. Das ergebe eine ausreichende Streikwirkung und sei Teil der gewerkschaftlichen Strategie. Bei der ersten Streikrunde am 12. Februar waren rund 800 Flüge und damit mehr als doppelt so viele Verbindungen gestrichen worden. Damals hatte sich auch die Kabinengewerkschaft Ufo an dem Arbeitskampf beteiligt.
Lufthansa plant mit größeren Flugzeugen und freiwilligen Crews
Lufthansa will nach eigenen Angaben größere Flugzeuge einsetzen, Flüge von nicht bestreikten Konzernairlines durchführen lassen und auf freiwillige Crews zurückgreifen. Passagiere, deren Flüge ausfallen, würden aktiv per E-Mail informiert, teilte das Unternehmen mit. Wer keine Nachricht erhalte, könne zunächst davon ausgehen, dass der Flug wie geplant stattfindet. Verbindungen in das Krisengebiet Nahost sollen nicht bestreikt werden.
Konflikte um Gehälter und Betriebsrenten
Die Gewerkschaft hat mehr als 5.000 Piloten der Flugbetriebe Lufthansa, Lufthansa Cargo und Lufthansa Cityline zu dem 48-stündigen Streik aufgerufen, der um Mitternacht beginnen sollte. Während es bei der Regionaltochter Cityline um höhere Gehälter geht, streiten die Tarifpartner bei Cargo und der Kernmarke um bessere Betriebsrenten. Die Vereinigung Cockpit erklärte, man erwarte in beiden Konflikten ein verhandlungsfähiges Angebot. Lufthansas Personalvorstand Michael Niggemann bezeichnete den erneuten Streik dagegen als unnötige Eskalation.
dpa (mbe)
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