Ölpreis erreicht fast wieder 100-Dollar-Marke – Börsenkurse fallen weltweit
An den Ölmärkten zeichnet sich auch nach der Freigabe von Ölreserven durch die Internationale Energieagentur (IEA) keine Entspannung ab. Neue Angriffe auf Tanker im Iran-Krieg treiben die Ölpreise nach oben.
Der Preis für die Nordseesorte Brent notiert 8,2 Prozent höher bei 99,54 Dollar je Fass, zeitweise lag er wieder über der Marke von 100 Dollar je Fass. US-Leichtöl WTI verteuert sich um 7,3 Prozent auf 93,59 Dollar je Fass. In irakischen Gewässern waren zwei Tanker angegriffen worden. Der nahezu zum Erliegen gekommene Schiffsverkehr in der Straße von Hormus hat die Furcht der Anleger vor Versorgungsengpässen verschärft.
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Unterdessen suchen Regierungen nach Wegen, mehr Öl auf den Weltmarkt zu pumpen. Die IEA hatte am Mittwoch bekannt, eine Rekordmenge strategischer Ölreserven freizugeben. Insgesamt werden die 32 Mitgliedsländer 400 Millionen Barrel Rohöl an den Markt geben. Ihr Ziel: die durch den Krieg angespannten Märkte zu stabilisieren.
Börsenkurse fallen weltweit
Bislang gelang das nicht. Der breit gefasste MSCI-Index für die Region Asien-Pazifik ohne Japan sackte um 1,6 Prozent ab. In Tokio verlor der Nikkei 1,5 Prozent. Die chinesischen Festlandsbörsen büßten 0,6 Prozent ein, während der Hang-Seng-Index in Hongkong um 1,2 Prozent nachgab. Auch die Futures auf die US-Indizes S&P 500 und Nasdaq notierten jeweils ein Prozent schwächer.
Trump will Ölreserven freigeben
Auch US-Präsident Donald Trump will mit der Freigabe strategischer Reserven den rasant gestiegenen Ölpreis stabilisieren. „Wir werden das machen, und dann füllen wir sie wieder auf“, sagte er dem Sender Local 12 über die Reserven. Die Maßnahme werde die Preise wieder nach unten bringen.
Das US-Energieministerium nannte in dem Kontext eine Menge von 172 Millionen Barrel, die man von US-Seite ab der nächsten Woche freigeben werde. Der Zeitraum erstrecke sich etwa über vier Monate.
Die strategische Ölreserve der USA ist nach Regierungsangaben der weltweit größte Notfallvorrat an Rohöl. Er wurde in erster Linie eingerichtet, um die Auswirkungen von Lieferkrisen zu verringern und internationalen Verpflichtungen nachzukommen.
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