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Ein Rechtsstreit zwischen Justin Baldoni und Blake Lively wurde abgewendet. Ihre Hollywood-Karrieren scheinen jedoch angeknackst.

Nach einem monatelangen, öffentlich ausgetragenen Streit zwischen Blake Lively (38) und Justin Baldoni (42) ist es kürzlich zu einer überraschenden Einigung gekommen. Die beiden Parteien haben vereinbart, dass zuvor verbliebene Ansprüche gegen Baldoni, Wayfarer Studios und weitere Parteien nicht mehr vor Gericht verfolgt werden sollen. Laut US-Berichten möchte die Schauspielerin allerdings weiterhin Anwaltskosten und Schadensersatz geltend machen. Mit dem Medienspektakel haben sich weder die Schauspielerin noch ihr Kollege einen Gefallen getan, vermuten mehrere Personen aus der Filmindustrie im Gespräch mit dem Branchenmagazin "The Hollywood Reporter" (THR).

"Wer möchte mit Menschen arbeiten, die so weit gehen?"

"Sie sind im Gefängnis. Beide von ihnen", habe ein hochrangiger Entscheidungsträger aus Studiokreisen erklärt. Gemeint ist damit keine tatsächliche Haft, sondern der Status der Karrieren von Lively und Baldoni. Genau diese Ansicht sei in einer inoffiziellen Befragung des Magazins von zahlreichen Agenten, Produzenten, Führungskräften bei Studios und für Castings zuständigen Personen geteilt worden, als diese gefragt wurden, wie es mit den Karrieren der beiden weitergehen könnte. Dabei sei es nicht um das Talent von Baldoni oder Lively gegangen, sondern um die Auseinandersetzung, die über Monate durch die Medien geisterte. Der bereits zitierte Insider fragt: "Wer möchte mit Menschen arbeiten, die so weit gehen?"

Viele der Befragten seien demnach der Auffassung, dass ein Großteil der Maschinerie der Traumfabrik wohl künftig ungern mit beiden arbeiten wird. Die meisten seien der Ansicht, dass es Lively aber etwas einfacher haben dürfte. Sie solle sich eine Auszeit genehmigen und mit Bedacht ihre nächste Rolle wählen, habe ein leitender Angestellter angemerkt. "Wenn ich sie wäre, würde ich eine Schurkin spielen und mich voll und ganz auf die Lasten einlassen", habe einer gescherzt.

Nur noch drei statt zwölf Millionen

Der Rechtsstreit lief seit Dezember 2024. Lively hatte Baldoni und weiteren Parteien vorgeworfen, dass es beim Dreh zu "Nur noch ein einziges Mal" zu sexueller Belästigung und nach den Arbeiten zu einer gezielten Rufschädigungskampagne durch ihren Co-Star Baldoni gekommen sei, der auch Regie bei dem Film geführt hatte. Baldoni klagte seinerseits auf 400 Millionen US-Dollar Schadensersatz, die Klage wurde jedoch im vergangenen Jahr abgewiesen.

Am 18. Mai sollte der Prozess beginnen, Anfang des Monats hatten die Anwälte beider jedoch ein gemeinsames Statement veröffentlicht. In diesem wurde mitgeteilt, dass man sich außergerichtlich geeinigt habe. Beide Parteien würden anerkennen, "dass der Entstehungsprozess Herausforderungen mit sich brachte, und [wir] sind uns bewusst, dass die von Frau Lively geäußerten Bedenken Gehör verdient haben", zitierte "Variety". "Es ist unsere aufrichtige Hoffnung, dass dies einen Schlussstrich zieht und es allen Beteiligten ermöglicht, konstruktiv und in Frieden voranzuschreiten, einschließlich eines respektvollen Umfelds im Internet." Livelys Klage hatte zuvor an Substanz verloren. Ein Richter hatte zehn von 13 Klagepunkten gestrichen, darunter auch die Vorwürfe der sexuellen Belästigung.

Teile der Branche scheinen sich sicher zu sein, dass Lively als Marke in jedem Fall drastisch an Attraktivität verloren hat. Die Einschätzung eines Studioleiters lautet im Gespräch mit "THR", dass sie nach "Nur noch ein einziges Mal" gut zwölf Millionen für Filme hätte verlangen können, heute liege "ihr Marktwert bei drei Millionen Dollar".

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