Bianca Heinicke spricht bei "deep und deutlich" über ihren Social-Media-Rückzug, Therapie und ihr Comeback als "Bibi".

Jahrelang war Bianca Heinicke (33) als "Bibi" eines der bekanntesten Gesichter der deutschen YouTube- und Instagram-Szene. Dann verschwand sie plötzlich. 2022 zog sich die Influencerin ohne große Vorwarnung aus der Öffentlichkeit zurück. In einem Interview bei "deep und deutlich" (zu sehen in der ARD-Mediathek) gibt Heinicke nun tiefe Einblicke in die Gründe.

Den Anfang machte die Trennung von Ehemann Julian Claßen (32). "Bei mir war erst der Umbruch privat, dass ich mich von meinem Mann getrennt habe", sagt Heinicke bei "deep und deutlich". Dieses Erdbeben im Privatleben habe alles ins Rollen gebracht: "Ich habe mein ganzes Leben von A bis Z hinterfragt." Die Entscheidung, sich von der Öffentlichkeit abzuwenden, sei dabei gar keine bewusste gewesen. "Mein Körper hat das einfach gemacht. Ich war an einem Punkt, ich konnte nicht mehr."

Am Rande eines Burnouts

Neben der privaten Krise drückte auch die permanente Belastung des öffentlichen Lebens. "Ich war ein Workaholic. Ich habe einfach immer gearbeitet", gibt Heinicke zu. Einen Burnout schließt sie rückblickend nicht aus: "Ich war in diesem Leben, in diesen Entscheidungen, in dem Konstrukt so gefangen, dass ich mir in dem Moment gar keine Zeit genommen habe, das zu begreifen." Das Gefühl, dass etwas grundlegend nicht stimmte, sei dennoch immer stärker geworden. "Irgendwann kann man so etwas nicht mehr unterdrücken. Es ist einfach herausgekommen."

Der Rückzug sei der erste Moment gewesen, in dem sie auf Social Media "völlig egoistisch gehandelt" habe: "Was brauche ich jetzt? Was fühlt sich gerade richtig für mich an?" Statt ihre Community zu bedienen, hörte Heinicke erstmals auf sich selbst.

Therapie als Neuanfang

Nur wenige Tage nach der Trennung von Claßen begann Heinicke eine Therapie, wie sie auch verrät. "Das war schon echt wichtig für mich, weil da auch echt nochmal ganz andere Themen aufgekommen sind, die bis dahin gar keinen Platz in meinem Leben hatten." Die Sitzungen hätten ihr geholfen, sich selbst wiederzufinden: "Es war wie ein Neustart für mich. Ich musste eigentlich erstmal herausfinden, wer bin ich eigentlich und was wünsche ich mir für mein Leben."

Irgendwann kehrte der Drang zurück, die Plattform wieder zu nutzen. "Es hat sich so falsch angefühlt, diesen Kanal einfach so wegzuschmeißen", erklärt Heinicke. Aber ein sanftes Comeback kam für sie nicht infrage: "Für mich persönlich war ganz klar: Es muss sich ganz viel ändern." Sie wollte die Chance nutzen, ihre Millionen-Reichweite - allein auf Instagram folgen ihr mehr als 7,9 Millionen Menschen - für "etwas Positives" einzusetzen.

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