Trauer um Musiker John Forté
John Forté ist tot. Der Musiker und Produzent, der vor allem durch seine Zusammenarbeit mit den Fugees und Wyclef Jean (56) Bekanntheit erlangte, verstarb am 12. Januar im Alter von 50 Jahren. Das bestätigte die Polizei von Chilmark im US-Bundesstaat Massachusetts dem Branchenmagazin "Variety".
Die Beamten wurden demnach gegen 14:25 Uhr Ortszeit zu einem Einsatz gerufen, bei dem ein nicht ansprechbarer Mann gemeldet wurde. Forté wurde an seinem Wohnort identifiziert und noch vor Ort für tot erklärt. Die Ermittlungen wurden an die Kriminalpolizei übergeben. Hinweise auf ein Verbrechen lagen laut Behörden zunächst nicht vor, eine unmittelbare Todesursache konnte nicht festgestellt werden.
Wyclef Jean hat sich in einem Instagram-Post bereits von seinem Weggefährten verabschiedet. Zu einem Video, das einen gemeinsamen Auftritt zeigt, schrieb er: "Das tut weh, mein Bruder. Seht euch sein Lächeln an. Ruhe in Frieden."
Ein Leben für die Musik
Seine wohl bedeutendsten Beiträge leistete Forté zum legendären Fugees-Album "The Score" aus dem Jahr 1996, auf dem er unter anderem bei den Tracks "Family Business" und "Cowboys" mitwirkte. Das Album räumte 1997 den Grammy als bestes Rap-Album ab. Auch auf Wyclef Jeans Kultwerk "The Carnival" war Fortés Handschrift zu hören.
Der in Brooklyn geborene Musiker entdeckte seine Leidenschaft für Musik früh: Bereits als Kind spielte er Violine in einem Jugendorchester, bevor ihn der Hip-Hop in seinen Bann zog. Nach einer Tätigkeit als Manager beim Label Rawkus Records knüpfte er die entscheidenden Kontakte zu den Fugees. 1998 erschien sein von Wyclef Jean produziertes Debütalbum "Poly Sci".
Im Jahr 2000 nahm Fortés Karriere eine dramatische Wendung: Er wurde am Flughafen Newark verhaftet, nachdem er einen Koffer mit flüssigem Kokain angenommen hatte. Das Gericht verurteilte ihn zu einer Mindeststrafe von 14 Jahren Haft. Sein zweites Album "I, John" nahm er noch während der Wartezeit auf seinen Prozess auf und veröffentlichte es 2002.
Nach sieben Jahren hinter Gittern kam die überraschende Wende: US-Präsident George W. Bush (78) wandelte im Dezember 2008 Fortés Strafe um und ermöglichte dessen vorzeitige Freilassung. Der Musiker kehrte nach New York zurück und nahm seine Karriere wieder auf. Sein letztes Album "Vessels, Angels & Ancestors" erschien 2021.
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