Drei TV-Premieren in nur vier Wochen - im Interview spricht Schauspielerin Lara Mandoki über Rollenvielfalt, Abschiede und neue Projekte.

Ein Herbst im Zeichen von Lara Mandoki: Gleich drei TV-Premieren mit der Münchner Schauspielerin laufen innerhalb von nur vier Wochen. Den Auftakt macht am 30. August die ZDF-Reihe "Erzgebirgskrimi - Über die Grenze". Schon kurz darauf geht es bei RTL am 2. September mit der Komödie "Miss Merkel - Ein Kreuzfahrt-Krimi" weiter, bevor Mandoki am 28. September im ZDF-Film "Petra geht baden" zu sehen ist. Für die 35-Jährige ist diese Ballung kein Zufall, sondern die Folge eines dichten Drehjahrs.

"Ja, das fühlt sich schon intensiv an - aber eigentlich ist es auch nicht überraschend, da ich letztes Jahr fast durchgehend gedreht habe. Nun laufen die Produktionen eben sehr nah beieinander. Für mich ist das natürlich toll", sagt Mandoki im Interview mit spot on news. Und auch die konkreten Sendeplätze bewertet sie positiv: "Es freut mich, dass die Sender die drei Filme bewusst auf gute Sendeplätze gelegt haben - Herbst/Winter ist in der Regel besser als eine Ausstrahlung im Sommer."

Abschied vom "Erzgebirgskrimi"

Seit 2019 ist Lara Mandoki eine feste Größe im "Erzgebirgskrimi". Vor Kurzem gab die Schauspielerin aber ihren Ausstieg bekannt. Mit dem 13. Fall, der nun ausgestrahlt wird, naht jedoch ihr Abschied von der Reihe. "Ich habe insgesamt 15 'Erzgebirgskrimis' gedreht. Das jetzt ist der 13. Es folgen also noch zwei Filme mit mir. Sendetermine gibt es dafür aber noch nicht. Ich vermute, einer wird im Frühling und einer im Herbst kommenden Jahres laufen", sagt sie.

Die Entscheidung, die Reihe zu verlassen, fiel nicht am Set. "Diese Entscheidung ist erst nach den Dreharbeiten gefallen. Da war also keine Abschiedsstimmung am Set." Generell fühle sich die Entscheidung nach wie vor richtig an, sagt Mandoki. "Die Reihe wurde zuletzt von zwei auf drei Filme im Jahr erweitert, und das hätte für mich bedeutet, kaum andere Projekte machen zu können, was mir aber immer auch wichtig war, wie man beispielsweise an 'Miss Merkel' oder 'Petra geht baden' oder im vergangenen Jahr auch an 'Die Spaltung der Welt' sehen kann", erklärt sie.

Zwischen Exzentrikerin und Generationskonflikt

Auch in den beiden anderen Filmen zeigt Mandoki ihre Vielseitigkeit. In "Miss Merkel - Ein Kreuzfahrt-Krimi" schlüpft sie in die Rolle einer eigenwilligen Schriftstellerin. "Ich mochte beide Rollen unheimlich gern, weil die Figuren - wie im echten Leben - ambivalent sind. Eindeutig 'nur gute' oder 'nur böse' Rollen interessieren mich nicht ganz so. In 'Miss Merkel' spiele ich Gwendoline Gold, eine Exzentrikerin, die lieber über Tiere schreibt als über Menschen, weil sie mit Tieren besser zurechtkommt. Das war faszinierend vorzubereiten: Wie wird man so ein Mensch? Welche Biografie steckt dahinter? Solche Figuren machen mir besonders viel Spaß", schwärmt Mandoki.

In der ZDF-Komödie "Petra geht baden" geht es dagegen um Lebensentscheidungen, Werte und Belastungen. "In 'Petra geht baden' hatte ich das Glück, mit Rainer Kaufmann zu drehen, was wirklich ein Geschenk ist. Meine Figur hat dort einen Generationskonflikt mit der Figur von Ulrike Kriener - allerdings nicht über Männer oder Kinder, was Frauen ja oft zugeschrieben wird, sondern über Karriere, Werte und Prioritäten im Leben", erklärt sie und fügt hinzu: "Es geht auch um eine Frau, die überfordert ist, nicht, weil sie hysterisch wäre, sondern weil sie schlicht zu viel aufgeladen bekommt. Sie lernt, Grenzen zu setzen - ein sehr relevantes Thema, wie ich finde", so Mandoki.

Liebe zu Geschichte, Zweifel am Beruf

Neben zeitgenössischen Stoffen gilt Mandokis Begeisterung insbesondere auch historischen Rollen. "Ich liebe historische Stoffe sehr, weil ich mich auch privat für Geschichte interessiere. Solche Rollen bieten noch mal eine ganz eigene Zeitreise-Ebene, allein schon durch die Kostüme - das macht mir viel Freude."

Ihr Debüt im Kurzfilm "Lia" jährt sich 2026 zum 20. Mal - ein Moment, der sie selbst überrascht. "Darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht. Feiern könnte man aber vielleicht, dass man so lange durchgehalten hat. Natürlich wächst mit den Jahren der Erfahrungsschatz - und das gibt wiederum Sicherheit, obwohl es im Schauspiel nie wirkliche Sicherheiten gibt. Aber die Liebe zu diesem Beruf überwiegt bei allem."

Und auch wenn sie diese Liebe nie ernsthaft infrage gestellt hat, gehören Selbstzweifel dazu: Dieser Beruf sei für sie zwar nach wie vor alternativlos, "aber natürlich gehört Zweifeln dazu, speziell in einem Job, in dem man ständig von außen und nach Äußerlichkeiten bewertet" werde. "Man muss lernen, sein Selbstwertgefühl nicht von Zu- oder Absagen abhängig zu machen. Das ist aber natürlich leichter gesagt als getan", sagt Mandoki.

Blick in die Zukunft

Stillstehen ist für Lara Mandoki keine Option. Der nächste große Dreh ist schon geplant: "Demnächst beginnen die Dreharbeiten für den neuen Eberhofer-Kinofilm. Ich war schon einmal dabei, diesmal bin ich es wieder, aber in einer neuen Rolle", verrät sie. Gemeint ist "Steckerlfischfiasko", der im Sommer 2026 in die Kinos kommen wird. In "Leberkäsjunkie" (2019) verdrehte sie als Mandy Detektiv Rudi Birkenberger (Simon Schwarz) den Kopf.

Darüber hinaus hat Mandoki im Mai den Kinofilm "Kalter Hund" mit Corinna Harfouch, Lea Drinda und vielen anderen gedreht, der voraussichtlich 2026 ins Kino kommen wird. "Mehr darf ich noch nicht verraten", lacht sie.

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