Iris Berben teilt aus: "No, Madame, so nicht!"
Jimi Blue feiert seine Freiheit, Heidi ist in Venedig und Iris Berben verschafft sich Luft. Die Promiwoche dieses Mal über moralische Zeigefinger, das Sixpack von Klums Sohn Henry bis hin zu einem Haus "voller Liebe" für einen der größten Actionhelden Hollywoods.
Endlich frei! Wenn das nicht der perfekte Aufmacher für die neue Ausgabe der VIP-Kolumne ist! Deutschlands prominentester Zechpreller darf Österreich wieder verlassen. Drei Jahre lang war eine Hotelrechnung von 14.000 Euro das Damoklesschwert über unserem Jimi Blue Ochsenknecht. Eine Rechnung, die er offenbar (haha) komplett versemmelt hatte zu begleichen. Erst als die Polizei ihn am Hamburger Flughafen einkassierte und nach Innsbruck verfrachtete, wurde es ernst. Jetzt, nach Handschlag mit dem Hotelier und 18.000 Euro Geldbuße, ist der 33-Jährige wieder ein freier Mann.
Österreich hat ihm seinen Pass zurückgegeben, die Kaution von 15.000 Euro ist ebenfalls passé und Jimi zeigt sich schon wieder gut gelaunt zwischen steirischen Weinreben, Selfies mit Schwester Cheyenne inklusive. Alles strahlt. Alles easy. Der Knast liegt hinter ihm, das kann man ruhig mal feiern, bis man "blue" wird.
Von einem, der gerade noch mal davongekommen ist, zu einer, die seit Jahrzehnten unbeirrt geradeaus spricht: Iris Berben. Die Grande Dame des deutschen Films hat sich in der "Zeit" zu Wort gemeldet. Und was soll man sagen: Sie teilt ordentlich aus, verschafft sich Luft über die politische Linke. "Sie hat wichtige ureigene Themen vernachlässigt wie Wohnungsnot, Ausbildung, Arbeitsplätze, Infrastruktur, Gesundheit und sich stattdessen in Feldern verkämpft, wo ihr die meisten Leute nicht mehr folgen wollten. Viele Menschen sind wütend auf diese Linke." Das ist keine Abrechnung, das ist eine Ohrfeige.
Berben hat keine Lust auf Bevormundung
Und Berben belässt es nicht bei der Sozialpolitik. Sie spricht von "Bevormundung" und "Genuss-Feindlichkeit" in linken Milieus. "Was immer einem Freude macht - ein besonders gutes Essen, eine schöne Reise, ein vielleicht unangebrachter Flirt, von Humor und Lachen gar nicht erst zu reden -, schon erhebt sich ein riesiger moralischer Zeigefinger: No, no, Madame, so nicht."
Besonders hart ins Gericht geht sie mit den Theater- und Filmdebatten über kulturelle Aneignung. "Jetzt diskutieren wir ständig andere Sachen, zum Beispiel kulturelle Aneignung, also Schwule sollen nur noch von Schwulen gespielt werden, Juden nur noch von Juden ... Das empfinde ich als völlig kontraproduktiv für meinen Beruf." Man sieht förmlich, wie Berben auf die Filmwelt schaut, die sie über Jahrzehnte geprägt hat. Schauspiel, sagt sie, sei das Eintauchen in fremde Welten. Nicht das starre Festhalten an der eigenen.
Dazu noch eine klare Absage ans Gendern: "Ich arbeite ein Leben lang mit Sprache: Ein solcher Unsinn beleidigt mein Sprachgefühl. Und auch meinen Verstand." Da braucht man keinen weiteren Kommentar. Anlass sei eine Situation gewesen, in der man ihr nahelegte, statt "Mann" künftig "Person, die als Mann gelesen werden möchte" zu sagen. Wer schon einmal einen solchen Satz vorgelesen hat, weiß, dass Berben hier kein Späßchen macht. Sprache, sagt sie, solle "verständlich" bleiben, "nicht zur Karikatur verkommen".
Und dann der Punkt, bei dem viele ihrer Kollegen lieber schweigen: Antisemitismus. "Die Haltung der linken Szene gegenüber Israel und den Juden war schon immer ein böser Stachel in meinem linksliberalen Herzen. Schon früher tummelten sich in dieser Szene eine Menge Antisemiten. Und jetzt sind sie wieder aus ihren Löchern gekrochen und vermehren sich, leider und absurderweise auf der linken Seite des politischen Spektrums."
Berben nimmt kein Blatt vor den Mund, weder beim Frauenbild noch bei der Cancel Culture. "Es heißt auslöschen, das wollen wir doch gerade nicht." Mittelmaß sei keine Lösung, das Talent müsse wieder im Mittelpunkt stehen. In einem Interview im Juni mit dem "Stern" lautete ihre Botschaft an die junge Generation: "Es ist nicht schlecht, wenn man sich auch um das Innere seines Kopfes kümmert und das Hirn trainiert, nicht nur den Hintern." Ein Satz, den sich so manche Influencerin am besten ausdrucken und an ihren Selfie-Stick hängen sollte.
Heidi in Venedig, Bruce in einem Heim "voller Liebe"
Von Klartext in Berlin springen wir ins Dauerlächeln von Venedig. Heidi Klum hat wieder mal ihren Nachwuchs über den roten Teppich geführt. Tochter Leni kennt den Laufsteg längst, jetzt will übrigens auch Sohn Henry mitmischen. Der 19-Jährige zeigt auf Instagram seinen Sixpack, die Fans schicken Flammen-Emojis und Heidi freut sich auf einem Foto, das sie stolz mit ihrem sexy Model-Sprössling zeigt. Sowieso haben die Klums längst bewiesen, dass man als Model erfolgreich durchstarten kann, solange man den richtigen Nachnamen trägt.
Und während sich am Lido die Promiwelt tummelt, kämpft in Hollywood einer der größten Actionhelden der Filmgeschichte seinen stillsten Kampf: Bruce Willis. Ehefrau Emma Heming Willis sprach jetzt offen darüber, dass Bruce nicht mehr zu Hause lebt, sondern in einem betreuten Haus, in dem er rund um die Uhr versorgt wird. "Es war eine der schwierigsten Entscheidungen, die ich je treffen musste", sagt die 47-Jährige.
Bruce, der Mann, der einst ganze Wolkenkratzer mit bloßen Händen befreite, sitzt heute in einem Haus, das Emma mit "voller Liebe, Wärme, Fürsorge und Lachen" beschreibt. Freunde besuchen ihn, die Töchter kommen vorbei, morgens frühstückt er mit seiner Frau. Es klingt traurig, aber auch tröstlich. Ein Mensch, den Millionen als unzerstörbar kannten, lebt nun in einer stillen Welt, in der Nähe, Zuwendung und Humor die letzte große Rolle spielen. Vielleicht ist das am Ende die größte Stärke: zu wissen, dass Liebe mehr trägt als jeder Applaus.
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