Künstliche Intelligenz (KI) ist zunehmend Teil des täglichen Lebens und damit in Systeme eingebettet, die Menschen identifizieren, kategorisieren und überwachen. Die Frage, wer die Vertrauenswürdigkeit von KI zertifiziert, wird damit immer bedeutender. Biometrische Systeme mit künstlicher Intelligenz sind darauf ausgelegt, Personen anhand ihrer physischen oder verhaltensbezogenen Merkmale zu erkennen – oft in Echtzeit und in großem Maßstab.

Umgangsregeln für hoch sensible Personendaten

Doch so leistungsfähig sie sind, so kritisch können KI-Systeme auch gesehen werden. Deshalb stuft das EU-KI-Gesetz solche Anwendungen in die Hochrisikokategorie ein, insbesondere wenn KI-Systeme biometrische beziehungsweise andere hochsensible personenbezogene Daten verarbeiten oder zur Identifizierung von Personen eingesetzt werden. DEKRA ist nun berechtigt, die Konformitätsbewertung für drei der sensiblen biometrischen KI-Systeme durchzuführen:

"Erfüllen höchste Ansprüche an digitales Vertrauen"

"Das EU-KI-Gesetz verändert grundlegend, wie Hochrisiko-Technologien auf den Markt gebracht werden – und wir bei DEKRA sind bereit, diesen Moment aktiv mitzugestalten", sagt Fernando Hardasmal, DEKRA Executive Vice President und Leiter des Geschäftsfelds Digital & Product Solutions. "Als erstes nach dem EU-KI-Gesetz akkreditiertes Labor können sich die Hersteller von biometrischen KI-Systemen darauf verlassen, dass wir auch die anspruchsvollsten regulatorischen Anforderungen beherrschen – mit der Gewissheit, dass die Produkte die Anforderungen an Sicherheit, Zuverlässigkeit und digitales Vertrauen erfüllen."

Die Akkreditierung wurde vom niederländischen Akkreditierungsrat (RvA) erteilt und kommt zu einem wichtigen Zeitpunkt: Mit dem Inkrafttreten des EU-KI-Gesetzes im Jahr 2024 und der obligatorischen Konformität für KI-Systeme mit hohem Risiko im August 2026, stehen die Hersteller von biometrischen KI-Systemen unter wachsendem Druck, die Konformität nachzuweisen, bevor ihre Produkte auf den EU-Markt kommen.

"Dieser Meilenstein stärkt das DEKRA Portfolio an Digital Trust Services und spiegelt das umfassende Engagement wider, fortschrittliche Technologien weltweit intelligenter und sicherer zu machen", sagt die Prüforganisation über sich selbst. Hersteller müssten "die Compliance-Anforderungen verstehen, Sicherheit und Verantwortlichkeit in ihren Systemen verankern und die Zertifizierung vor dem Stichtag im August 2026 anstreben". Bei einer frühzeitigen Zertifizierung gehe es aber nicht nur um die Einhaltung von Vorschriften, sondern auch um einen Wettbewerbsvorteil in einer zunehmend vertrauenswürdigen Branche.

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