Kaum Bewegung: Spritpreise steigen langsam weiter
Die Spritpreise stabilisieren sich klar über zwei Euro. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Montags waren Superbenzin und Diesel um 0,3 und 0,1 Cent teurer als noch am Sonntag, wie aus Zahlen des ADAC hervorgeht. Sie blieben damit unter ihrem Mehrjahreshoch aus der vergangenen Woche. Pro Liter Super E10 wurden am Montag im Schnitt 2,040 Euro fällig. Im Vergleich zum letzten Tag vor Kriegsbeginn ergibt sich aber ein Anstieg von rund 26 Cent. Der Liter Diesel kostete am Montag 2,157 Euro. Das waren rund 41 Cent mehr als vor Kriegsbeginn.
Die Preise pendeln sich damit weiter auf hohem Niveau ein. War es bis zu den Mehrjahreshochs am Dienstag vergangener Woche relativ schnell nach oben gegangen, bewegen sich die Tagesdurchschnittspreise seither in einem relativ schmalen Preisband. Für Superbenzin liegt es knapp über 2 Euro, für Diesel grob um 2,15 Euro. Von ihren Rekordhochs zu Beginn des Ukraine-Krieges vor vier Jahren sind die Preise aber noch ein Stück weit entfernt. Sie liegen für E10 bei 2,203 Euro pro Liter, für Diesel bei 2,321 Euro.
Ölpreise steigen nach leichtem Rückgang wieder
Am Dienstagmorgen wurden für ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent zur Lieferung im Mai 103,81 US-Dollar bezahlt und damit etwa dreieinhalb Prozent mehr als am Vortag. Das Hoch lag vor gut einer Woche bei knapp 120 Dollar. Am Montag war der Preis für Rohöl aus der Nordsee zeitweise bis auf 100 Dollar gesunken. Zuletzt haben Angriffe des Irans die Ölwirtschaft in der Region am Persischen Golf weiter beeinträchtigt. In den Vereinigten Arabischen Emirate wurde die Förderung im Shah-Ölfeld eingestellt. Auch ein irakisches Ölfeld sowie ein wichtiger Hafen der Emirate wurden von iranischen Drohnen und Raketen angegriffen.
Experte: Ölmarkt hofft auf schnelles Kriegsende
Die Lage auf dem Ölmarkt bleibt wegen der Furcht vor Lieferengpässen angespannt, nachdem der Krieg im Nahen Osten in seine dritte Woche geht. Die starken Einschränkungen des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus am Persischen Golf beginnen sich vor allem auf Verbraucher in Asien auszuwirken, die auf die Öllieferungen aus der Golfregion besonders angewiesen sind. Dennoch zeigt sich am Ölmarkt nach Einschätzung des Analysten Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners weiter die Hoffnung auf ein schnelles Ende des Iran-Kriegs. Er verweist darauf, dass die Preise für kurzfristig lieferbares Öl deutlich höher seien als Preise mit längeren Lieferzeiten.
Während die Preise mit Lieferung im Mai bei 100 Dollar und darüber liegen, kostet Rohöl auf dem Weltmarkt mit Lieferungen im September weniger als 90 Dollar. Auch die Internationale Energieagentur (IEA) setzt nach dem Start der Freigabe strategischer Ölreserven auf eine schnelle Beruhigung der Märkte. "Angesichts dieser beispiellosen Maßnahme hoffe ich sehr, dass sich die Lage rasch klärt, damit sich die Märkte wieder erholen können", sagte IEA-Chef Fatih Birol. Das rasche Eingreifen der IEA wirkte beruhigend auf die Märkte.
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