Mazda 6e im Test: Der Lauf der Dinge
Für was steht Mazda? Für das Kodo-Design außen, bei dem sich wörtlich der „Herzschlag“ des Betrachters erhöhen soll, und das auch in der Vergangenheit oft tat. Für eine Fahrerorientiertheit, mit tiefem Fahrersitz und perfekt platzierten, leicht bedienbaren Elementen, innen. Für Skyactive-Motoren, mit viel Hubraum, aber bewusst moderater PS-Zahl, was als Rightsizing seine Fans findet.
Alles anders, gut, etwas nischig. Mit dem großen Trend der E-Mobilität tat man sich indes in Hiroshima schwer. Den MX-30 etwa sah man vor allem bei Vermietern, was keine schlechte Taktik ist, um neue Modelle ins Straßenbild zu bringen, aber im gesamten Flottenjahr 2025 kamen nur 34 in die deutschen Fuhrparks (2024 waren es immerhin 288). Also holte man sich E-Hilfe – nicht zum ersten Mal. Einen Mazda Tribute gab es als Ford, die Basis des Roadsters MX-5 fuhr als Fiat 124 Spider und der aktuelle Mazda 2 Hybrid ist sogar ganz offensichtlich ein Toyota Yaris.
Beim Mazda 6e steckt ein Changan drunter. Die Marke aus China, die selbst gerade Fuß in Europa und Deutschland fassen wollen. Dieses Joint-Venture gibt es übrigens seit rund 14 Jahren und Changan produziert Mazda-Modelle für den chinesischen Markt – nach wie vor.
Mazda 6e Fahrbericht (2026)
Mazda 6e: Gleiten statt Einsteigen
Unser Fuß gleitet in die Mittelklasse-Limousine und der Rest folgt, nimmt Platz und freut sich zunächst. Denn die elegante Linie von außen, wird innen von einem sehr hochwertigen und gut zusammengestellten Mix an Infotainment und Materialen aufgegriffen und ergänzt. Der Einstieg passiert im 6e fast durch ein Hineingleiten. Dafür sind die Türgriffe unnötig umständlich in der Handhabung und spannend zu öffnen bei Eisregen. Die vier rahmenlosen Türen veredeln indes das Gefühl von Leichtigkeit. Beim Ein- und Aussteigen reinigt man jedoch mit seinem Hosenbein stets den Türschweller, der extrem weit absteht.
Das „leichte Gefühl“ wird allerdings getrübt, sobald man durch eine Engstelle fährt. Denn in den breiten Spiegeln finden sich Kameras wieder, die den seitlichen Abstand zentimetergenau ermitteln. Das brauchte es eigentlich nicht und zeigt ein Grundproblem des Asiaten. Viele Software-Elemente sind in ihrer Lösung für Dienstwagenfahrer reine Spielerei. Etwa die zahlreichen Einstellungen des Smart Fahrens. Die Art der Warnhilfen (Vibration, Ton) ist für jede Art von Assistenten wählbar. Braucht man das? Das hängt in erster Linie von der Intensität der Helferlein ab, die allesamt im Mazda nicht zu penetrant auftreten.
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