Der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) hat seine neue Geschäftsstelle am Berliner Gendarmenmarkt offiziell eröffnet. Gemeinsam mit dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Christian Hirte, nahm VDIK‑Präsidentin Imelda Labbé die neuen Räume in Betrieb. Der Standort im politischen Zentrum Berlins soll die Präsenz des Verbandes gegenüber Politik und Öffentlichkeit deutlich stärken. 

In seiner Rede sprach sich Hirte insbesondere gegen pauschale Flottenquoten aus, wie sie im Entwurf des Industrial Accelerator Acts (IAA) der EU‑Kommission vorgesehen sind. Vorgaben zu grünem Stahl oder E‑Fuels müssten "keine Scheinlösungen" schaffen, sagte er laut einer Verbandsmitteilung. Wichtiger sei, Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit zusammenzudenken und die Transformation "gemeinsam mit den deutschen und den internationalen Kraftfahrzeugherstellern" umzusetzen. Ziel bleibe eine individuelle Mobilität, die sowohl nachhaltig als auch bezahlbar ist.

VDIK‑Präsidentin Labbé sieht den Verband zunehmend im politischen Dialog angekommen: "Es gelingt immer häufiger, mit der deutschen Politik auf eine Linie zu kommen. Um den Standort Deutschland zu stärken ist es wichtig, dass wir uns gemeinsam zu den europäischen Weichenstellungen positionieren. Etliche Vorschläge aus Brüssel sind hier noch nicht zielführend." Zudem seien Fortschritte bei Ladeinfrastruktur und Stromkosten überfällig. Die Rahmenbedingungen passten "noch nicht vollumfänglich", der erhoffte Marktschub bleibe aus – was sich bereits in den Zulassungszahlen für Januar und Februar zeige. 

Mit dem neuen Hauptstadtbüro verfolgt der Verband das Ziel, seine Rolle als Stimme der internationalen Hersteller – die mittlerweile fast jede zweite Neuzulassung in Deutschland stellen – weiter auszubauen. "Die Nähe zum Bundestag, zu den für uns wichtigsten Bundesministerien und vielen relevanten Verbänden (…) ist das richtige Signal für die politische Arbeit des VDIK in Berlin", so Labbé weiter. 

Moderne Plattform für den Austausch 

Die neuen Räumlichkeiten sollen künftig als moderne Plattform für politische Gespräche, Gremiensitzungen und Presseveranstaltungen dienen. Der Blick auf Gendarmenmarkt, Schauspielhaus und die beiden Dome bildet dabei den Rahmen für den Austausch mit Entscheiderinnen und Entscheidern aus Politik und Branche.

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