Xpeng stellt die Weichen für die nächste Wachstumsstufe in Deutschland. Für 2026 plant der chinesische Hersteller mit 8.000 Neuzulassungen. Parallel soll das Partnernetz bis Ende des Jahres auf rund 110 Betriebe erweitert werden. Die Expansion ist klar auf den Handel ausgerichtet – verbunden mit einer konkreten Renditezusage.

"0,5 bis ein Prozent mehr als der Durchschnitt" sollen Händler verdienen, sagt Deutschland-Geschäftsführer Markus Schrick. Damit positioniert sich Xpeng offensiv im Wettbewerb um Vertriebspartner. Zugleich bekennt sich der Hersteller ausdrücklich zum klassischen Handelssystem. "Die Verkaufskompetenz liegt beim Handel", so Schrick.


Xpeng P7+


Die Ausgangsbasis für den Ausbau lieferte 2025. Im ersten vollen Geschäftsjahr in Deutschland versiebenfachte Xpeng seinen Absatz auf 2.991 Fahrzeuge. Schrick spricht von einer "leicht profitablen" Entwicklung. Auch der Jahresauftakt 2026 deutet nach oben: 327 Neuzulassungen im Januar entsprechen einer Verdreifachung gegenüber dem Vorjahresmonat – allerdings weiterhin auf überschaubarem Niveau. Getragen wird diese Entwicklung bislang von einem klar fokussierten Modellportfolio.

G6 und G9 tragen, Performance dominiert

Den Absatz stemmen derzeit vor allem die SUV-Baureihen G6 und G9. Auffällig ist zudem der Variantenmix beim G9: Nach Angaben des Herstellers greift die Mehrzahl der Kunden zu den leistungsstärkeren Ausführungen. 

Vom Wettbewerb absetzen will sich die Marke vor allem über ihre technologische Vorreiterrolle. Während viele Volumenmarken noch in der 400-Volt-Welt verharren, setzt Xpeng auf eine 800-Volt-Architektur, die signifikant kürzere Ladezeiten ermöglicht. 

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Ergänzt wird dieser Vorsprung durch Ambitionen bei den Fahrerassistenzsystemen. Schrick bringt es auf den Punkt: "Das Niveau der Technologie wird der Game Changer für die Mobilität der Zukunft sein." In China soll bis Jahresende die Level-4-Funktionalität erreicht werden.

Mit wachsendem Volumen rücken die operativen Abläufe stärker in den Fokus. Bei der Ersatzteilversorgung spricht Schrick von einer Erfüllungsquote von 95 Prozent innerhalb von drei Tagen. Zugleich kündigt er an, die Prozesse weiter verbessern zu wollen. Gerade in der Hochlaufphase gilt die Teileverfügbarkeit als entscheidender Faktor für Werkstattauslastung und Kundenzufriedenheit.


Xpeng G6 (80,8 kWh-LFP-Akku / 2026)


Auch im Flottengeschäft setzt Xpeng auf eine klare Rollenverteilung zugunsten des Handels. Das Großkundengeschäft soll weitgehend über die Partnerbetriebe laufen. Damit verknüpft der Hersteller den eigenen Wachstumskurs unmittelbar mit der Leistungsfähigkeit der Betriebe vor Ort.

Laden: Optionen werden geprüft 

Auch beim Thema Ladeinfrastruktur beschäftigt sich Xpeng mit eigenen Lösungen für den deutschen Markt. Bis Ende 2026 sollen entsprechende Angebote geprüft und weiter konkretisiert werden. Wie eine mögliche Zusammenarbeit mit einem Netzbetreiber am Ende aussehen könnte, ist nach Firmenangaben jedoch noch nicht entschieden. Denkbar sind hier unterschiedliche Kooperationsmodelle, die den Kunden perspektivisch eine zusätzliche Lademöglichkeit anbieten, ohne sich zwingend in die Rolle eines klassischen Infrastrukturbetreibers zu begeben.


Autohaus Hackerott / Xpeng Center Hannover


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