US-Billigairline stellt nach 34 Jahren Betrieb ein und entlässt 17.000 Mitarbeiter
Die insolvente US-Billigfluggesellschaft Spirit Airlines hat den Betrieb nach 34 Jahren eingestellt. Alle Flüge seien storniert worden, teilte Spirit am Samstag mit.
Ohne zusätzliche Finanzmittel habe die Airline keine andere Wahl. Hintergrund sind die infolge des von den USA begonnenen Krieges gegen den Iran drastisch gestiegenen Treibstoffpreise. Spirit Airlines ist die erste Firma der Branche, die im Zuge des Iran-Kriegs aufgeben muss. Sie beschäftigt rund 17.000 Mitarbeiter.
In einer Mitteilung betonte das Unternehmen, man sei „stolz auf den Einfluss unseres Ultra-Low-Cost-Modells auf die Branche in den vergangenen 34 Jahren“ und hätte die Fluggäste gern weiter bedient. Kunden sollen Rückerstattungen erhalten, Unterstützung bei Umbuchungen auf andere Airlines gibt es jedoch nicht.
Zuvor war eine Vorstandssitzung ohne Einigung auf eine Rettung des Unternehmens ausgegangen, sagten zwei mit den Gesprächen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Spirit werde die Flüge stoppen, Flugzeuge für die Rückgabe verlegen und die Belegschaft nach Hause schicken, sagte eine der Personen.
US-Verkehrsminister Sean Duffy sagte Reuters, er habe versucht, andere Fluggesellschaften zum Kauf von Spirit zu bewegen, jedoch keine Interessenten gefunden. Die Regierung von Präsident Donald Trump hatte eine Rettung mit 500 Millionen Dollar erwogen.
Spirit gehört zu den Billigfluggesellschaften, die die Regierung in Washington um staatliche Hilfen in Höhe von 2,5 Milliarden Dollar gebeten hatten. Die Summe ergab sich Insidern zufolge aus den erwarteten Mehrkosten für Kerosin im laufenden Jahr.
Der Zusammenbruch von Spirit gefährdet Tausende Jobs. Denn die Gesellschaft hatte zeitweise fünf Prozent der US-Flüge abgewickelt und galt als Preisdämpfer auf Strecken mit Konkurrenz zu großen Anbietern.
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