Bis zu 6.000 Euro Förderung: So kann die neue Prämie für E-Autos beantragt werden
Inhalt des Artikels:
- Was ist die E-Auto-Prämie?
- Welche E-Autos werden mit der neuen Prämie gefördert?
- Wer kann die E-Auto-Förderung beantragen?
- Wie hoch ist die staatliche Förderung für E-Autos?
- Wie funktioniert die Antragstellung?
- Wird auch Leasing mit einer Prämie gefördert?
- Warum gibt es an der Prämie für E-Autos Kritik?
- Welche Unterstützung gab es bisher vom Staat?
- Wie sieht es mit dem Ausbau öffentlicher Ladesäulen in Mitteldeutschland aus?
- Welche Förderungen gibt es für Ladesäulen an Mehrfamilienhäusern?
- Was bedeutet die Förderung für den Autostandort Sachsen?
Was ist die E-Auto-Prämie?
Ende 2025 hat die Bundesregierung ein neues Programm zur Förderung von Elektroautos beschlossen. Damit soll der Umstieg auf klimafreundliche Mobilität vorangetrieben werden. Insgesamt stehen drei Milliarden Euro für das Programm bereit. Das Bundesumweltministerium rechnet mit einer Förderung von bis zu 800.000 Fahrzeugen bis 2029.
Welche E-Autos werden mit der neuen Prämie gefördert?
Förderfähig sind ab 1. Januar 2026 in Deutschland neu zugelassene Elektroautos, Plug-in-Hybride sowie Elektroautos mit Range Extender der Fahrzeugklasse M1. Die Fahrzeuge müssen bestimmte klimaschutzrelevante Anforderungen erfüllen. So dürfen sie maximal 60 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen oder müssen rein elektrisch mindestens 80 Kilometer Reichweite haben. Informationen dazu können beim Hersteller oder Händler erfragt werden.
Ab dem 1. Juli 2027 soll die Förderung nochmal auf den Prüfstand. Angedacht sind dann Vorgaben, die sich stärker am CO2-Ausstoß im realen Betrieb orientieren.
Wer kann die E-Auto-Förderung beantragen?
Die Förderung ist für Privathaushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen bis höchstens 80.000 Euro aufgelegt. Sie kann rückwirkend beantragt werden. Entscheidend ist dabei das Datum der Neuzulassung nach dem 1. Januar 2026. Der Wagen muss für mindestens 36 Monate gehalten werden.
Wie hoch ist die staatliche Förderung für E-Autos?
Autos mit rein elektrischem Antrieb werden mit mindestens 3.000 Euro gefördert. Für Haushalte mit einem Einkommen von maximal 60.000 Euro steigt die Prämie auf 4.000 Euro, für Haushalte unter 45.000 Euro Jahreseinkommen auf 5.000 Euro. Dazu kommt ein Kinder-Bonus von 500 Euro pro Kind. Maximal werden jedoch zwei Kinder berücksichtigt. Für den Kauf von Plug-in-Hybriden und Elektroautos gibt es 1.500 Euro Grundförderung.
Wie funktioniert die Antragstellung?
Für die Antragstellung auf dem extra dafür geschaffenen Portal müssen folgende Unterlagen eingereicht werden:
- Die zwei letzten Einkommenssteuerbescheide, maximal drei Jahre alt, der antragstellenden Person sowie deren im Haushalt lebender Ehe- oder Lebenspartner
- ggf. Kindergeldnachweis der Familienkasse
- bei von außen aufladbaren Hybridelektrofahrzeugen: die EU-Konformitätsbescheinigung des Fahrzeugs
Für die Antragstellung ist eine Identifizierung über BundID erforderlich. Dafür ist ein ELSTER-Zertifikat oder ein aktivierter Online-Personalausweis (eID) nötig.
Wird auch Leasing mit einer Prämie gefördert?
Auch das Leasing kann mit bis zu 6.000 Euro gefördert werden. Es gelten dieselben Regelungen wie beim Kauf. Entscheidend ist, dass das Neufahrzeug auf den eigenen Namen zugelassen und nach Zulassung drei Jahre gehalten wird.
Warum gibt es an der Prämie für E-Autos Kritik?
Der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller kritisiert, dass gebrauchte E-Autos nicht gefördert werden. Dabei würden diese besonders von Familien und Haushalten mit kleinen oder mittleren Einkommen gekauft. Die Grünen bemängelten zudem, dass die hohen Einkommensgrenzen die Pläne sozial ungerecht machten. Außerdem schade die Förderung von Hybridfahrzeugen dem Klimaschutz.
Welche Unterstützung gab es bisher vom Staat?
Bislang gab es keine Kaufprämie für Elektroautos. Ende 2023 stellte die Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP den sogenannten Umweltbonus ein, um Haushaltslöcher zu stopfen. Die Höhe lag damals bei bis zu 4.500 Euro, wovon die Hälfte von den Herstellern getragen werden musste. Ab 2024 wäre die Prämie auf 3.000 Euro gesunken, Ende 2024 hätte sie auslaufen sollen.
Wie sieht es mit dem Ausbau öffentlicher Ladesäulen in Mitteldeutschland aus?
In Mitteldeutschland kommt der Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Autos voran, wie eine Auswertung von Daten der Bundesnetzagentur und des Kraftfahrt-Bundesamts durch den Verband der Automobilindustrie zeigt. Bundesweit gab es im Oktober 2025 demnach knapp 180.000 öffentliche Ladepunkte, darunter rund 44.250 Schnellladepunkte.
Setzt man die Anzahl der öffentlichen Ladepunkte ins Verhältnis zu angemeldeten E-Autos, liegt Thüringen bundesweit auf Platz zwei mit 11,7 Fahrzeugen pro Ladepunkt, Sachsen folgt mit zwölf auf Platz drei, Sachsen-Anhalt mit 13 auf Platz sechs. Allerdings haben in Ost-Deutschland bisher auch weniger Menschen ein E-Auto als in Westdeutschland.
Welche Förderungen gibt es für Ladesäulen an Mehrfamilienhäusern?
Im April hat die Bundesregierung ein Förderprogramm für mehr Ladesäulen an Mehrfamilienhäusern gestartet. Ein Ladepunkt kann demnach mit bis zu 2.000 Euro gefördert werden. Ein eigener Stellplatz, zum Beispiel in einer Tiefgarage, ist Voraussetzung. Den Antrag müssen die Eigentümer stellen. Das Laden am eigenen Stellplatz ist oftmals günstiger als das Laden im öffentlichen Raum.
Was bedeutet die Förderung für den Autostandort Sachsen?
Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter begrüßte die Kaufprämie. Das neue E-Auto-Förderprogramm des Bundes sei ein wichtiges Signal auch für den Automobilstandort Sachsen. "Gerade angesichts der aktuellen Herausforderungen bei Volkswagen in Zwickau sowie bei vielen Zulieferern brauchen wir dringend neue Impulse für die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen in Deutschland", sagte der SPD-Politiker. Die Förderung könnte helfen, den Absatz wieder anzukurbeln und damit Beschäftigung und Wertschöpfung in Sachsen zu sichern.
MDR (smk)
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