Touristen in Berlin werden künftig fürs Müllsammeln belohnt
Berlin-Touristen können sich künftig kleine Vorteile erarbeiten, wenn sie in der Hauptstadt etwa Müll einsammeln. Noch diesen Sommer soll das Programm „BerlinPay“ starten.
Im Fokus stehen dabei in diesem Jahr die Gewässer, wie aus einer Website der Tourismusagentur Visit Berlin hervorgeht. Zuvor hatte die „B.Z.“ berichtet. „Wir machen verantwortungsvolles Handeln sichtbar und belohnen es. Wer sich am und auf dem Wasser bewusst verhält – etwa Müll sammelt, den Kiez verschönert oder soziale Projekte unterstützt – erhält bei teilnehmenden Partnern eine Anerkennung: kleine Vorteile oder besondere Berlin-Erlebnisse“, heißt es aus der Website, die sich an potenzielle Sponsoren richtet. Denn Visit Berlin sucht derzeit noch nach Unterstützern für das Projekt, bei denen die Touristen die kleinen Vorteile einlösen können.
Gesucht werden der Website zufolge Unternehmen, Institutionen und Initiativen mit Bezug zu Berlins Gewässern, darunter auch Gastronomen, Hotels sowie Kultur- und Bildungseinrichtungen. Details zu bereits gefundenen Partnern gibt Visit Berlin auf Anfrage noch nicht bekannt.
Das gesamte Programm soll Mitte Mai offiziell vorgestellt werden. Vorbild für „BerlinPay“ ist ein Konzept aus der dänischen Hauptstadt Kopenhagen, „CopenPay“. Dabei werden unter anderem Bootstouren oder Fahrrad-Mieten verschenkt, wenn die Touristen etwa eine Anreise mit Bahn statt Flugzeug nachweisen können.
Wer künftig etwa Müll aus der Spree sammelt, könnte wie in Kopenhagen dann Rabatte auf Eintrittspreise oder auf Getränke und Speisen in teilnehmenden Restaurants erhalten.
Soko Müll in Neukölln soll die Arbeit noch ausweiten
In einigen Berliner Stadtteilen ist das Müllproblem besonders drängend. Neukölln will den Kampf gegen illegale Müllablagerungen ausweiten. Dort gibt es für solche Fälle die Sonderkontrolleinheit (Soko) Müll, über die sich Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) bei einem Treffen mit Mitarbeitern informiert hat.
Unter anderem haben sie sogenannte Müllhotspots im Blick, an denen immer wieder Müll abgeladen wird. Alleine im vergangenen Jahr wurden 67 Verursacher ausfindig gemacht und Bußgelder in Höhe von mehr als 92.900 Euro verhängt – im Schnitt 1390 Euro pro Verfahren. In Extremfällen – etwa beim illegalen Entsorgen von gewerblichem Bauschutt – können fünfstellige Bußgelder fällig werden.
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