Lufthansa prüft Stillstand für dutzende Flugzeuge
Die Lufthansa bereitet sich auf weiter steigende Kerosinpreise infolge des Irankrieges vor. Wie mehrere Medien, darunter "Handelsblatt" und "Spiegel" berichten, lässt Airline-Chef Carsten Spohr prüfen, einen Teil der Flotte am Boden zu lassen.
Lufthansa prüft Stillstand von MaschinenBildrechte: picture alliance/dpa | Daniel BockwoldtDemnach könnten bis zu 40 Maschinen dauerhaft stehen bleiben. Das entspräche fünf Prozent der Passagier-Kapazitäten. Vorzugsweise sollten dafür ältere Jets mit hohem Spritverbauch ausgesucht werden.
Das Unternehmen räumte ein, solche Szenarien zu prüfen. Spohr sagte dem Bericht zufolge, es sei noch keine Entscheidung gefallen, allerdings sei das geplante Kapazitätswachstum von vier Prozent für 2026 wohl nicht mehr realistisch.
Spohr erwartet sinkende Nachfrage
Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Deutschen LufthansaBildrechte: picture alliance/dpa | Karl-Josef Hildenbrand"Wir wollen früh vorbereitet sein", sagte Spohr laut "Handelsblatt" mit Blick auf die Folgen des Kriegs im Nahen Osten. Zwar habe Lufthansa den Treibstoffbedarf zu 80 Prozent gegen Preisschwankungen abgesichert. Doch alleine für die verbleibende Treibstoffmenge würden die gestiegenen Kerosinpreise Mehrkosten von 1,5 Milliarden Euro ausmachen, so dass man um Preiserhöhungen nicht herumkomme. "Das wiederum wird sich auf die Nachfrage auswirken, es werden weniger Menschen reisen", wird der Lufthansa-Chef zitiert.
dpa,Reuters (isc)
Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke