Womit ein deutscher Kosmetikhersteller die Weltspitze erobern will
Inhalt des Artikels:
- Aktuell bei dekorativer Kosmetik Platz 2 hinter Beauty-Guru L’Oréal
- Milliarden-Marke beim Umsatz mit neuem Rekordergebnis 2025 knapp verfehlt
- Welche Verkaufsstrategien unter anderem verfolgt werden
Aktuell bei dekorativer Kosmetik Platz 2 hinter Beauty-Guru L’Oréal
Das deutsche Beauty-Unternehmen Cosnova verkauft seit 2002 Make-Up-Produkte. Im Bereich der dekorativen Kosmetik nimmt der hessische Hersteller mit Sitz in Sulzbach bei Frankfurt am Main mit seinen Marken Catrice und Essence nach eigenen Angaben aktuell Platz 2 auf dem Treppchen bei den Stückzahlen verkaufter Produkte ein.
Davor sei aktuell nur noch L’Oréal. "Mit L’Oréal haben wir natürlich einen großen Konzern vor uns, aber wir sind zuversichtlich, dass wir in den nächsten zehn Jahren die Nummer eins bei Make-Up sein werden", erklärte Cosnova-Mitgründerin Christina Oster-Daum Anfang März im Handelsblatt.
Milliarden-Marke beim Umsatz mit neuem Rekordergebnis 2025 knapp verfehlt
2025 hatte das Unternehmen aus Sulzbach nach eigenen Angaben mit einem Plus zum Vorjahr von vier Prozent 991 Millionen Euro Umsatz eingefahren und damit nur knapp die 1-Milliarden-Marke verfehlt. Seit Jahren verzeichnete Cosnova demnach ein Plus: 2023 hatte das Unternehmen nach eigenen Angaben einen Umsatz von 817 Millionen Euro und damit ein Plus von 32 Prozent erzielt, 2024 seien es 954 Millionen Euro mit einem Plus zum Vorjahr von 17 Prozent gewesen.
Bezogen auf den Umsatz sei das im weltweiten Ranking Platz 6. Die Nase vorn habe hier ebenfalls L’Oréal. Auch das MDR-Tiktok-Format "Eine Minute Geld" berichtete jüngst (16.03.2025) über die Erfolgsgeschichte von Cosnova. "Cosnova verfolgt eine konsequente Niedrigpreisstrategie. Das Ziel ist ganz klar, möglichst günstiges Make-Up auf den Markt zu bringen. Während Basics bei Essence wie Kajal oder kleine Nagellacke oft unter einem Euro liegen, sind die Preise bei Catrice etwas höher", erklärt Marie-Theres Brand, Hostin von "Eine Minute Geld". "Die beiden Marken sprechen komplett unterschiedliche Zielgruppen an. Essence ist nahbar, bunt, experimentierfreudig und am Puls der Gen Alpha. Es geht um Spaß am Make-Up. Catrice hingegen ist vom Design cleaner und wirkt erwachsener", führt sie weiter aus. Cosnova mache teure High-End-Trends einfach durch günstigere Nachahmungen, auch Dupes genannt, für eine breite Masse zugänglich.
Cosnova verfolgt eine konsequente Niedrigpreisstrategie. Das Ziel ist ganz klar, möglichst günstiges Make-Up auf den Markt zu bringen.
Welche Verkaufsstrategien unter anderem verfolgt werden
"Jährlich werden 50 Prozent des Standardsortiments ausgetauscht. Zusätzlich inszenieren wir mit monatlichen Limited Editions beider Marken verschiedene Trendthemen", erklärt Cosnova auf seiner Homepage. Damit will das Unternehmen agil auf dem Markt sein und schnell auf neue Impulse reagieren. "Cosnova bringt Trends sofort in die Regale, das ist vergleichbar mit Fast-Fashion-Konzernen wie Primark", so Marie-Theres Brand, Hostin von "Eine Minute Geld". Ein Beispiel sei die schnelle Reaktion auf den neuen Trend mit dem Lip Tint, einer Mischung aus Lippenstift und Lippenpflege in einem. "Als der 'Benetint' von Benefit für rund 30 Euro auf Social Media viral ging, hat Essence mit dem "What A Tint!' eine fast identische Alternative für nur knapp vier Euro gelauncht", erklärt die Hostin von "Eine Minute Geld". Das Beauty-Unternehmen setzt bei Werbung damit auch klar auf Social-Media. Nach eigenen Angaben sehr erfolgreich: Essence ist laut Unternehmensmeldung das "Nummer-1- TikTok-Make-Up Brand weltweit". Und auch Catrice sei hier weltweit unter den Top 3.
Bisher punktet das Unternehmen mit der Sparte seiner dekorativen Kosmetik und etwa nicht mit eigenen Hautpflegeprodukten. Das soll sich ändern. Anfang des Jahres hat Cosnova das spanische Unternehmen Niche Beauty Lab gekauft und damit die Produkte des Hautpflege-Spezialisten in sein Sortiment übernommen. Damit sei es nun möglich, sich "noch breiter aufzustellen", betonte das Cosnova-Gründerpaar Anfang März im Handelsblatt dazu. Sie erklärten zudem, davon auszugehen, dass dieses Jahr die eine-Milliarde-Euro-Marke beim Umsatz geknackt werde.
MDR (cbr)
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