Sprit und Heizöl so teuer wie seit zwei Jahren nicht mehr
- Experten rechnen mit weiter steigenden Preisen an Tankstellen.
- Bei Heizöl ist der Ausschlag nach oben noch höher.
- Schiffsverkehr durch Straße von Hormus eingeschränkt.
Die Preise für Sprit und Heizöl sind am Montag deutlich gestiegen. Der ADAC erklärte, er rechne an den Tankstellen im Verlauf des gesamten Tages mit einem Anstieg von drei bis vier Cent. Bereits am Wochenende waren die Preise leicht geklettert.
Nach Ansicht des Automobilclubs werden die Preise auch weiter steigen. Kraftstoffmarktexperte Christian Laberer sagte: "Sollte der Ölpreis nicht bald wieder nachgeben, kann der Aufwärtstrend auch über die nächsten Tage anhalten." Wenn sich die Lage am Golf wieder beruhige, gebe es mittelfristig aber auch Hoffnung auf gemäßigtere Preise, da die Opec+ angekündigt habe, die Fördermengen zu erhöhen. Der Sprecher des Tankstellen-Interessenverbands, Herbert Rabl, berichtete am Montag von einem großen Andrang an den Tankstellen: "Überall in Deutschland gibt es lange Schlangen an den Tankstellen."
Ausschlag bei Heizöl noch höher
Beim Heizöl ist der Ausschlag noch deutlich stärker. Das Online-Portal Heizoel24 gab den Preis am Vormittag mit mehr 120 Euro pro 100 Litern an. Noch am Freitag hatten die Preise unter 100 Euro gelegen. Auch der Großhandelspreis für Erdgas legte stark zu: Bereits zum Handelsauftakt am Montag gab es mit 25 Prozent den stärksten Preissprung seit August 2023. Im Tagesverlauf weitete sich der Anstieg sogar auf 44 Prozent aus, nachdem in Katar die Produktion von Flüssigerdgas nach einem Angriff auf Anlagen von QatarEnergy eingestellt wurde. Wegen langfristiger Verträge der Energieversorger sind Verbraucher aber nicht unmittelbar von Preisänderungen im Großhandel betroffen.
Iran schränkt Verkehr durch Straße von Hormus ein
Hintergrund für den steigenden Ölpreis ist die Furcht vor einer Erdölknappheit infolge des Krieges im Nahen Osten. So hat der Iran den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus eingeschränkt. Zahlreiche Reedereien stellten ihrerseits den Schiffsverkehr durch die nur 50 Kilometer breite Passage ein, darunter der dänische Reederei-Konzern Maersk und die deutsche Reederei Hapag-Lloyd.
Rund ein Fünftel der globalen Öltransporte passiert täglich die Meerenge in der ölreichen Region am Persischen Golf. Jede Störung kann die Energiepreise steigen lassen und die internationalen Märkte verunsichern.
DPA, AFP, MDR (kos)
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