Bundesbank: Nur verhaltenes Wachstum im ersten Quartal
Die deutsche Wirtschaft kommt 2026 nach Analyse der Bundesbank nur langsam in Schwung. "Im ersten Quartal dürfte die Wirtschaft den Erholungskurs fortsetzen, wenngleich nur mit schwacher Dynamik", heißt es im Monatsbericht Februar der Notenbank. "Ab dem Frühjahr dürfte die deutsche Wirtschaft, getragen vor allem durch fiskalische Impulse, aber dynamischer wachsen." Es wird erwartet, dass Milliardeninvestitionen in Infrastruktur und Verteidigung die Konjunktur anschieben werden.
Zuletzt hat die Nachfrage nach deutschen Industrieerzeugnissen bereits angezogen. Allerdings dürfte nach Einschätzung der Bundesbank ein großer Teil der stark gestiegenen Auftragseingänge aus dem Inland Großaufträgen im Zusammenhang mit den zusätzlichen Verteidigungsausgaben zuzuschreiben sein, die sich nicht unmittelbar in der Produktion niederschlagen. "Aufgrund der schlechten Wettbewerbsposition profitiert die deutsche Industrie zudem nur begrenzt vom wachsenden Welthandel", schreiben die Volkswirte.
Mehr Nachfrage aus dem Ausland
Immerhin gingen zuletzt auch aus dem Ausland wieder mehr Bestellungen für Produkte "Made in Germany" ein. "Damit zeichnet sich nach den Rückschlägen im Umfeld der Zollerhöhungen mittlerweile eine Aufwärtstendenz in der Auslandsnachfrage ab", heißt es im Monatsbericht. "Die Exporte dürften daher zulegen."
Wenig Impulse erwartet die Bundesbank in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres vom Bau und vom privaten Konsum. Der schneereiche Winter bremst die Bautätigkeit, auf Verbraucherebene wiesen erste Indikatoren darauf hin, "dass der private Konsum sein erhöhtes Niveau möglicherweise nicht wird halten können".
Rückenwind für die Konjunktur zum Jahresende 2025
Im Schlussquartal 2025 war die deutsche Wirtschaft mit 0,3 Prozent Plus so stark gewachsen wie seit drei Jahren nicht in einem Vierteljahr. Das ergaben jüngste Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zum Bruttoinlandsprodukt (BIP). Ausführliche Ergebnisse für das vierte Quartal veröffentlicht die Wiesbadener Behörde am kommenden Mittwoch (25.2.). Im Gesamtjahr 2025 war Europas größte Volkswirtschaft mit 0,2 Prozent Plus knapp am dritten Jahr ohne Wirtschaftswachstum vorbeigeschrammt.
dpa- Deutsche Bundesbank
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