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Nach dem Hype um die Moonswatch legt der Hersteller nach: Mit der Luxusmarke Audemars Piguet bringt Swatch eine vielseitige Taschenuhr mit ikonischem Design auf den Markt.

Als Swatch 2022 die Omega Speedmaster in einer günstigen Version als Moonswatch veröffentlichte, bildeten sich vor den Boutiquen wochenlang Schlangen. Ein neues Erfolgsrezept war gefunden: ein Luxusprodukt mit hohem Wiedererkennungswert, günstiger verpackt und verspielt.

Swatch legte mit einer anderen Marke aus der eigenen Gruppe nach und brachte kurz darauf die Scuba Fifty Fathoms in Zusammenarbeit mit Blancpain heraus. Allerdings: Durch das mechanische Uhrwerk wurde sie deutlich teurer, zudem spielt Blancpain in der breiten Wahrnehmung eine wesentlich kleinere Rolle. Kurz: Der Ansturm blieb wohl hinter den Erwartungen zurück.

Nun nimmt Swatch einen neuen Anlauf – und bewegt sich dafür erstmals außerhalb der eigenen Unternehmensgruppe. Wie Firmenchef Nick Hayek im Interview mit dem stern bereits andeutete, wurde man in der Luxuswelt fündig. Der neue Hoffnungsträger heißt „Royal Pop“ und entstand in Zusammenarbeit mit Audemars Piguet (AP). Das ist durchaus eine kleine Sensation: AP gilt neben Patek Philippe, A. Lange & Söhne und F. P. Journe als Speerspitze der Uhrenwelt. Eine Royal Oak, deren Design die Royal Pop aufgreift, kostet rund 30.000 Euro – und ist in der Regel nur für treue Kunden erhältlich.

Die Hürden für den Erwerb der Swatch sind bedeutend niedriger. Wer sich ab Samstag vor einer Boutique anstellt und etwas Glück hat, kann eine Royal Pop ohne Warteliste kaufen – zu Preisen ab 385 Euro. Für Varianten mit kleiner Sekunde werden rund 400 Euro fällig.

Keine Billig-Audemars-Piguet, sondern einfach eine Swatch

Allerdings: Anders als viele erwartet hatten, ist die Royal Pop keine klassische Armbanduhr, sondern eine Taschenuhr. Dieses Format ist Audemars Piguet nicht fremd, und auch Swatch hatte bereits entsprechende Modelle im Portfolio. Ob sich die Form aktuell durchsetzen kann, muss sich aber erst zeigen.

Die Uhr knüpft an die Swatch Pop aus den Achtzigern an. Sie lässt sich in verschiedene Halterungen einklicken und etwa an Tasche, Gürtel oder als Halskette tragen. Das Gehäuse kann herausgelöst und theoretisch auch anders genutzt werden – etwa mit entsprechendem Zubehör am Handgelenk. Zum Start bietet Swatch jedoch nur die passenden Haltebänder an.

Die anfängliche Euphorie unter Uhrenfans hat sich nach der Vorstellung etwas gelegt. Viele hatten auf eine „echte“ Armbanduhr mit AP-Logo für unter 500 Euro gehofft.

Dass die Kooperation dem Ruf von Audemars Piguet schaden könnte, ist jedoch unwahrscheinlich. Dafür ist die Royal Pop zu weit vom klassischen Luxusprodukt entfernt – eher ein spielerisches Accessoire als eine „Billig-Royal-Oak“. Schon die Moonswatch hat gezeigt, dass solche Projekte der Strahlkraft einer Marke nicht zwangsläufig schaden.

Zudem trifft Swatch einen aktuellen Trend: Sogenannte „Bag Charms“, also Anhänger für Handtaschen, boomen. Wenn nur ein Teil der Käufer, die derzeit Labubu-Figuren an ihre Taschen hängen, auf die Royal Pop umsattelt, könnte dieser Versuch ein Erfolg werden.

Welche Modelle zur Wahl stehen, erfahren Sie in der Galerie.

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