Schauspielerin Sally Field spricht über Missbrauch durch ihren Stiefvater
Sally Field hat in einem gerade veröffentlichten Interview über ihr schweres Kindheitstrauma gesprochen. Ihr Stiefvater hatte sie als Kind sexuell missbraucht. Die 79-Jährige erzählt nun, davon, wie sie ihre angestaute Wut für ihre Schauspielleistung in dem Film „Norma Rae“ nutzte. Für die Hauptrolle als alleinerziehende Textilarbeiterin, die gegen die miserablen Arbeitsbedingungen kämpft, wurde ihr 1980 ein Oscar verliehen.
„Als kleines Mädchen, das in den 50er-Jahren aufwuchs und eine sehr komplizierte Kindheit mit meinem Stiefvater und sogar zeitweise mit meiner Mutter hatte, war ich voller Wut – wirklich voller Wut“, erklärte sie. „Und erst die Arbeit mit dem Schauspiellehrer Lee Strasberg hat es mir ermöglicht, Zugang dazu zu finden, sodass sie mich nicht mehr verzehrte“, fährt sie fort.
Während der Dreharbeiten zu „Norma Rae“ habe sie den Regisseur Marty Ritt gefragt, wie wütend sie sein dürfe. Er habe sie gefragt: „Wie wütend bist du?“ Sally Field erinnert sich heute: „Und so war das das erste Mal, dass ich überhaupt wirklich gelernt habe, wie ich meine eigene Wut vor der Kamera abrufen kann.“
Die Schauspielerin ist dafür bekannt, besonders in emotionalen Rollen zu brillieren. Einen zweiten Oscar gewann sie 1989 für ihre Rolle in „Ein Platz im Herzen“. Field – die aktuell in dem Netflix-Film „Remarkably Bright Creatures“ mitspielt – erhielt außerdem noch drei Emmys. Sie spielte unter anderem in den Filmen „Forrest Gump“ und „Mrs. Doubtfire“ wichtige Rollen.
Sally Field lehnt auch heute noch eine Art von Rolle ab
Field hatte in ihren Memoiren zum ersten Mal darüber berichtet, dass ihr Stiefvater, der Schauspieler und Stuntman Jock Mahoney, sie emotional und sexuell missbraucht habe. Er habe sie regelmäßig allein zu sich ins Schlafzimmer befohlen. „Ich fühlte mich zugleich wie ein Kind, hilflos, und nicht wie ein Kind. Mächtig. Das war Macht. Und sie gehörte mir. Aber ich wollte ein Kind sein – und doch“, schrieb sie in ihrer Biografie.
Inzwischen ist die Schauspielerin fünffache Großmutter. Und stolz darauf, eine Art von Rolle immer abgelehnt zu haben: „Ich kann mit Geschichten über Frauen, die versuchen, einen Mann zu finden, nichts anfangen“, sagt sie. „Das mochte ich damals schon nicht, und es spricht mich auch heute nicht an, weil ich finde, dass Frauen für so viel mehr stehen. Das Leben ist so viel komplizierter als das.“
akr- Sally Field
- Missbrauch
- Norma
- Oscar
- Lee Strasberg
Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke