Etappensieg im Weingut-Streit
Im jahrelangen Rechtsstreit zwischen Angelina Jolie (50) und Brad Pitt (62) um das Weingut Château Miraval hat die Schauspielerin einen juristischen Etappensieg erzielt. Wie das US-Magazin "People" berichtet, wies Richterin Ciny Pánuco vom Los Angeles Superior Court am 5. Mai einen Antrag von Pitts Seite zurück. Der Schauspieler hatte Zugang zu 22 internen Nachrichten aus der Kommunikation Jolies mit ihren Anwälten verlangt. Das Gericht entschied jedoch, dass diese Unterlagen dem Anwaltsgeheimnis unterliegen und damit geschützt bleiben.
Pitt habe seiner Darlegungspflicht nicht genügt, die Nachrichten von diesem Schutz auszunehmen, schrieb Pánuco laut dem Magazin in ihrer Begründung. Damit folgt sie einer Entscheidung eines kalifornischen Berufungsgerichts, das eine frühere Anordnung zur Herausgabe der Dokumente bereits gekippt hatte. Die Tür für einen erneuten Vorstoß ließ die Richterin allerdings einen Spalt offen: Weitere Beweisaufnahmen könnten zu Tatsachen führen, die Jolies Position eventuell entkräften - "nach der jetzigen Aktenlage" sei das jedoch nicht der Fall.
Antrag auf Strafzahlung abgelehnt
Doch auch Jolies Forderung nach einer Sanktionszahlung von 33.692,50 US-Dollar wies das Gericht zurück. Pitts Position sei "nicht ohne erhebliche Rechtfertigung" gewesen, zitiert das US-Magazin aus dem Beschluss. Beide Lager interpretieren den Ausgang erwartbar gegensätzlich.
Jolies Anwalt Paul Murphy sprach von einem "wichtigen Sieg" für seine Mandantin. Pitt habe sich Zugriff auf "offensichtlich privilegierte Dokumente" verschaffen wollen, was Teil eines Musters sei: Der Schauspieler verlange Kontrolle "über alles, was Angelina betrifft" - bis hin zu ihrer Kommunikation mit den eigenen Anwälten. Eine Quelle aus Pitts Umfeld betonte gegenüber dem US-Magazin hingegen, dass das Gericht Pitts Team eine erneute Prüfung erlaube, sobald sich die Beweislage entwickle. Bemerkenswert sei, wie viele Dokumente Jolie als privilegiert zurückhalte.
Hintergrund: Streit um den Verkauf von Miraval
Der juristische Konflikt um das südfranzösische Weingut zieht sich seit 2022. Pitt hatte damals Klage erhoben, weil Jolie ihren Anteil an Château Miraval an Tenute del Mondo, die Weinsparte der Stoli-Gruppe, verkauft hatte. Aus Sicht des Schauspielers verstieß der Verkauf gegen eine angebliche frühere Absprache, wonach keiner der beiden ohne Zustimmung des anderen veräußern dürfe. Jolie bestreitet die Existenz dieser Vereinbarung und reichte eine Gegenklage ein. Inzwischen fordert Pitt laut Gerichtsdokumenten 35 Millionen US-Dollar Schadenersatz.
Jolies Anwälte argumentieren, Pitt habe sich geweigert, sie aus dem Geschäft herauszukaufen, weil sie eine Verschwiegenheitserklärung nicht habe unterzeichnen wollen. Diese sei darauf angelegt gewesen, sie zum Schweigen über einen Vorfall im Jahr 2016 zu bringen - einen Streit an Bord eines Privatjets, bei dem Pitt nach Darstellung Jolies seine Familie verbal und körperlich angegangen sein soll. Der Schauspieler wurde nach behördlichen Ermittlungen nicht angeklagt; Jolie reichte seinerzeit keine Strafanzeige ein.
Sechs Kinder, Scheidung 2024 finalisiert
Jolie und Pitt haben sechs Kinder: Maddox (24), Pax (22), Zahara (21), Shiloh (19) sowie die Zwillinge Knox und Vivienne (17). Die Scheidung wurde im Dezember 2024 finalisiert, eingereicht hatte Jolie sie bereits im September 2016.
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