Außergerichtliche Einigung kurz vor Prozess
Am 18. Mai sollte ein Prozess von Blake Lively (38) gegen Justin Baldoni (42), Wayfarer Studios und weitere Parteien in den USA starten. Zwei Wochen vor dem geplanten Beginn wird jetzt bekannt, dass sich die beiden Seiten doch noch außergerichtlich geeinigt haben. Der Rechtsstreit lief seit Dezember 2024.
Im Rahmen des Drehs des Films "Nur noch ein einziges Mal" soll es Lively zufolge zunächst zu sexueller Belästigung und nach den Arbeiten zu einer gezielten Rufschädigungskampagne durch ihren Co-Star Baldoni gekommen sein, der auch Regie geführt hatte. Baldoni klagte seinerseits auf 400 Millionen US-Dollar Schadensersatz, die Klage wurde jedoch im vergangenen Jahr abgewiesen. Am 4. Mai haben die Anwälte beider Seiten ein gemeinsames Statement veröffentlicht, das unter anderem dem Branchenmagazin "Variety" vorliegt.
Beide Seiten sollen "konstruktiv und in Frieden voranschreiten"
"Das Endprodukt, der Film 'Nur noch ein einziges Mal', erfüllt uns alle, die wir an seiner Entstehung mitgewirkt haben, mit Stolz", heißt es in der Stellungnahme. "Das Bewusstsein zu schärfen und das Leben von Überlebenden häuslicher Gewalt sowie aller Überlebenden nachhaltig zu beeinflussen, ist ein Ziel, hinter dem wir stehen." Beide Parteien würden anerkennen, "dass der Entstehungsprozess Herausforderungen mit sich brachte, und sind uns bewusst, dass die von Frau Lively geäußerten Bedenken Gehör verdient haben. [...] Es ist unsere aufrichtige Hoffnung, dass dies einen Schlussstrich zieht und es allen Beteiligten ermöglicht, konstruktiv und in Frieden voranzuschreiten, einschließlich eines respektvollen Umfelds im Internet."
Im April hatte Livelys Klage erheblich an Substanz verloren. Ein Richter in New York hatte zehn von 13 Klagepunkten gestrichen, darunter auch Vorwürfe der sexuellen Belästigung. Bestehen blieben ausschließlich die Klagepunkte des Vertragsbruchs, der Vergeltung sowie der Beihilfe zur Vergeltung. Die Einigung kommt überraschend, weil Lively unter anderem in einer Instagram-Story angekündigt hatte, den Kampf trotzdem fortsetzen zu wollen.
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