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Ashley Graham nennt den GLP-1-Boom einen "Schlag ins Gesicht" - glaubt aber, dass der Trend vorübergeht.

Ashley Graham (38) findet deutliche Worte zum aktuellen Hype um Abnehmspritzen. Im Cover-Interview der "Motherhood"-Ausgabe von "Marie Claire" bezeichnet das US-Model die wachsende Beliebtheit von GLP-1-Präparaten als "Schlag ins Gesicht" für all jene Frauen, die in den vergangenen Jahren für mehr Körperakzeptanz gekämpft haben.

Graham, die seit über einem Jahrzehnt als eines der bekanntesten Plus-Size-Models gilt, beobachtet den Trend mit gemischten Gefühlen. "Es ist wirklich entmutigend", sagt sie laut dem Magazin. Lange Zeit habe ein Pendel in Richtung Körperakzeptanz und Vielfalt ausgeschlagen, jeder habe sein dürfen, wer er sein wollte. Nun schwinge es ihrer Wahrnehmung nach in die entgegengesetzte Richtung zurück - und das fühle sich wie ein "Schlag ins Gesicht" für die Frauen an, die endlich eine Stimme bekommen hätten.

"Dieses Medikament wird nicht eine ganze Gruppe von Frauen auslöschen"

Trotz ihrer Kritik will die dreifache Mutter den GLP-1-Boom nicht zum Generalrückschritt erklären. Mode lebe nun einmal von Trends, sagt sie: "Das hängt vom Zeitgeist ab - und GLP-1-Präparate sind ein Trend." Sie sei sich sicher, dass es auch in Zukunft Frauen geben werde, die als Plus-Size gelten. "Dieses Medikament wird nicht eine ganze Gruppe von Frauen auslöschen", so Graham.

In ihrer langjährigen Zeit in der Modebranche habe sie nach eigenen Worten "mehr Bewegung für Plus-Size-Frauen gesehen, als manche der gesamten Industrie zugestehen wollen". Die Errungenschaften der vergangenen Jahre seien für sie kein Grund, jetzt aufzugeben. "Warum sollte ich jetzt aufhören und warum sollte ich wütend werden über die Arbeit, die ich geleistet habe?", fragt sie rhetorisch. Stattdessen konzentriere sie sich weiter auf jene Community, die sie mit aufgebaut habe.

Inspiration zieht Graham vor allem aus einer jüngeren Generation von Influencerinnen und Creatorinnen jenseits von Konfektionsgröße 38. Die seien "überall mit ihren Größen, ihren Proportionen, mit dem, wie sie aussehen und wie nahbar sie sind", schwärmt das Model im Gespräch. Dass diese Frauen ihre Reichweite nutzten, um jüngeren Mädchen Selbstbewusstsein mitzugeben - nach dem Motto: "Sei du selbst, und wenn du Cellulite hast, wen kümmert es?" - sei für sie das Beste an der gegenwärtigen Entwicklung.

Den Kampf um mehr Vielfalt führt Graham auch geschäftlich. Bereits 2025 startete sie eine Plus-Size-Kollektion bei der US-Kaufhauskette JCPenney, die in diesem Frühjahr in die dritte Runde geht. "Es ist unglaublich wichtig, sich weiterhin für Frauen aller Formen, Größen und Hintergründe einzusetzen, damit sie Kleidung finden, die passt", erklärt sie. Dabei sieht das Model seine Zielgruppe längst nicht mehr nur als curvy Frauen. Ihre Community sei breiter aufgestellt, "denn Selbstvertrauen diskriminiert letztendlich niemanden".

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