Debattieren Sie mit!

  • Mit stern-Account aktiv an allen Debatten teilnehmen und kommentieren.
Jetzt registrieren

Bereits registriert? Hier anmelden

200.000 Fans wurden zu drei Taylor-Swift-Konzerten 2024 in Wien erwartet. Ein 21-jähriger Terrorverdächtiger soll ein Blutbad geplant haben – jetzt steht er vor Gericht.

Der 21 Jahre alte Hauptangeklagte im Prozess um die abgesagten Taylor-Swift-Konzerte in Wien hat Terrorpläne gestanden. Auf die Frage, ob er sich in diesem Punkt schuldig bekenne, antwortete der Angeklagte vor dem Landesgericht Wiener Neustadt mit „Ja“. 

In seiner Vernehmung sagte der Österreicher mit nordmazedonischen Wurzeln, dass er bis Mitte 2023 gar kein radikaler Muslim gewesen sei. Das habe sich spätestens im Januar 2024 durch den Kontakt mit Islamisten innerhalb kurzer Zeit geändert. 

Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen begann knapp zwei Jahre nach der Absage der Taylor-Swift-Konzerte in Wien der Prozess gegen zwei mutmaßliche Mitglieder einer Terrorzelle am Landesgericht Wiener Neustadt. Das Verfahren wurde nach wenigen Minuten allerdings wegen eines Technikproblems unterbrochen und sollte mit halbstündiger Verzögerung fortgesetzt werden.

Pläne für Blutbad auf Taylor-Swift-Konzerten

Der Angeklagte soll laut Staatsanwaltschaft im August 2024 ein Blutbad vor dem Konzertgelände am Ernst-Happel-Stadion geplant haben. Nach seiner Festnahme und dem Bekanntwerden der mutmaßlichen Pläne waren alle drei Konzerte des US-Musikstars in Wien vorsorglich abgesagt worden.

Der zweite Angeklagte hatte laut Justiz zwar keine direkte Verbindung zu den Attentatsplänen. Er soll aber mit dem Hauptangeklagten und einem dritten Verdächtigen, der aktuell in Saudi-Arabien in Haft sitzt, laut Justiz eine jederzeit anschlagsbereite Terrorzelle gebildet haben. Der dritte Verdächtige hatte in Mekka in Saudi-Arabien bei einem Anschlag mehrere Sicherheitsbeamte mit Messerstichen verletzt. 

Rechtsanwältin: nicht schuldig im zweiten Anklagepunkt

„Mein Mandant hat mit dieser Geschichte, die in Mekka passiert ist, nichts zu tun“, so die Verteidigerin. Unter allen Anklagepunkten wiegt juristisch der Beitrag zu einem versuchten Mord als Anstifter und Motivator am schwersten. Den Angeklagten würden in diesem Fall zwischen 10 und 20 Jahren Haft drohen. Für die Vorbereitung eines Terrorakts fällt die mögliche Strafhöhe deutlich niedriger aus.

Dieser Artikel wurde aktualisiert und mit weiteren Informationen ergänzt.

DPA tis / ari
  • Taylor Swift
  • Wien
  • Terrorplan
  • Justiz
  • Saudi-Arabien
  • Bildung

Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke