Debattieren Sie mit!

  • Mit stern-Account aktiv an allen Debatten teilnehmen und kommentieren.
Jetzt registrieren

Bereits registriert? Hier anmelden

Während sich die meisten Menschen über zu hohe Mieten beklagen, spielt Geld bei Oligarchen und Milliardären keine Rolle. Ein großes Anwesen gehört dazu – und kostet.

Da muss der Normalverbraucher schlucken: Die teuerste Villa Deutschlands soll 40 Millionen Euro kosten (hier erfahren Sie mehr). International aber spielt das Alexandrinen-Cottage damit keine Rolle. Denn für die teuersten Anwesen der Welt werden hohe dreistellige Millionenbeträge verlangt – angeblich manchmal sogar Milliarden. Zuletzt sorgte das französische Château d’Armainvilliers diesbezüglich für Aufsehen. Sollte es dem belgischen Immobilienmakler Ignace Meuwissen gelingen, die angepeilten 425 Millionen Euro wirklich zu erzielen, wäre die Übertragung des Château d’Armainvilliers einer der teuersten Hausverkäufe der Welt (hier erfahren Sie mehr). Denn oberhalb von 400 Millionen Euro oder US-Dollar wird die Anzahl möglicher Käufer dann doch tatsächlich sehr dünn.

Das heißt nicht, dass es keine Anwesen gibt, die diesen Preis nochmals deutlich übersteigen. Dabei redet man aber zumeist vom reinen Wert, dem man der jeweiligen Immobilie beimisst, und nicht von einem tatsächlichen Kaufpreis. Etwa im Fall des wohl teuersten Gebäudes der Welt – dem Buckingham-Palast. Wäre es möglich, ihn zu verkaufen – er brächte nach Einschätzung mancher Experten bis zu sieben Milliarden US-Dollar.

Luxus-Immobilien: diskrete Branche, schweigsame Kunden

Genau diese Schätzungen sind aber das Problem: Sie übersteigen sehr oft das, was tatsächlich am Markt für ein Haus bezahlt wird. Das Geschäft mit teuren Immobilien ist meist sehr diskret, was zu einer Vielzahl wirrer Quellen führen kann. Ein sehr gutes Beispiel hierfür ist Antilia, der Wohnsitz des reichsten Inders, Mukesch Ambani. Je nach Quelle könnte sein Hochhaus in Mumbai zwischen 50 Millionen und zwei Milliarden US-Dollar wert sein. Genau weiß man das nicht – und Ambani hält sich verständlicherweise mit korrekten Angaben zurück. 

Manchmal erfährt man den wahren Wert einer Immobilie auch auf die schmerzhafte Art: So galt „The One“, eine Villa im kalifornischen Bel Air, lange als Kandidat für eine der teuersten Villen der Welt. Der ehemalige Filmproduzent Nile Niami wollte das Haus ursprünglich für eine halbe Milliarde US-Dollar verkaufen – und damit in den USA einen Rekord setzen. Doch bevor „The One“ fertig wurde, ging seine Firma pleite. Selbst für einen "stark rabattierten" Preis von 295 Millionen US-Dollar fand er keinen Käufer. Erst bei einer Zwangsversteigerung schlug dann Richard Saghian, Inhaber des Fast-Fashion-Einzelhandelsunternehmens Fashion Nova, zu. Er zahlte letztlich 126 Millionen US-Dollar.

Niamis Traum war damit geplatzt – eigentlich wollte er die teuerste Immobilie der USA verkaufen. Diese gehört aktuell dem Investmentbanker Ken Griffin, der sich 2019 für 238 Millionen US-Dollar das vierstöckige Penthouse im Wolkenkratzer 220 Central Park South sicherte (hier erfahren Sie mehr). Ein möglicher Konkurrent, der vorbeiziehen könnte, lauert jedoch bereits: Gordon Pointe in Florida, derzeit laut CNBC auf dem Markt für 295 Millionen US-Dollar.

In der Bildergalerie finden Sie Beispiele für extrem teure Häuser – mit den jeweiligen Problemen bei der Preisfindung. Sicher ist nur eines: Günstig sind sie alle nicht. Im Gegenteil.

(Dieser Text stammt aus dem stern-Archiv und erschien zuerst im April 2024.)

  • Immobilie
  • US-Dollar
  • Reichtum
  • Miete

Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke