„Mir ging es vor der Anzeige besser als jetzt“
Fast fünf Wochen ist es her, dass Schauspielerin und Moderatorin Collien Fernandes schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen erhoben hat. Auf einer Demo gegen digitale Gewalt in Hamburg trat sie danach mit schusssicherer Weste auf. Nun hat sie der „Süddeutschen Zeitung“ ein Interview gegeben und erklärt, was seit dem Gang an die Öffentlichkeit passiert ist und wie es ihr geht.
Schon ihre Anwesenheit bei der Demo sei eine schwierige Entscheidung gewesen: „Mein Management hat mir gesagt, ich könne auf keinen Fall dahin, weil bei ihnen so viele Irre anrufen und mir drohen. Das war emotional wahnsinnig strapazierend für mich. Ich denke, dass die vielen Hassnachrichten auch mit dem Verhalten der Gegenseite zu tun haben“, sagte Fernandes der „Süddeutschen“. Des Weiteren ging sie nochmals auf die Vorwürfe ein.
Auf eine entsprechende Anfrage des stern hatten Christian Ulmens Anwälte mit einem allgemeinen Statement geantwortet. Konkrete Fragen zu den Vorwürfen blieben unbeantwortet. Es hieß dort lediglich, in dem „Spiegel“-Bericht, der Ausgangspunkt der Debatte war, würden „unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung verbreitet“. Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung.
Collien Fernandes: „Ich empfinde das als krassen Psychoterror vonseiten meines Ex-Manns“
Dazu sagte Fernandes im Interview: „Das soll wie ein Dementi klingen. Tatsächlich wurde ihm das Herstellen und Verbreiten von Deepfake-Videos jedoch nie unterstellt. Auf den Kernvorwurf der digitalen Gewalt und des Identitätsdiebstahls hat die Gegenseite bisher nicht reagiert.“ Und weiter: „Jetzt, nach der Pressemitteilung seines Anwalts, glauben einige, mir sei widersprochen worden, damit sei ja klar, dass ich lüge. Ich empfinde das als krassen Psychoterror vonseiten meines Ex-Manns“, sagte Fernandes. Zu ihrem Ex-Mann habe sie keinen direkten Kontakt mehr und wolle den auch gar nicht.
Zum Hass, den sie seit ihrem Gang an die Öffentlichkeit abbekommen habe, äußerte sich Fernandes wie folgt: „Mir ging es vor der Anzeige besser als jetzt. Auch das schilderten mir viele Frauen: Der erste Schmerz sei die Tat, der zweite die Stigmatisierung, die folgt, sobald man den Mund aufmacht. Man sei eine rachsüchtige Ex, die lügt, und so weiter. Ich glaube, deswegen sind so wahnsinnig viele wütende Frauen – und auch einige Männer – auf die Straße gerannt. Nicht nur meinetwegen.“
tkr- Collien Fernandes
- Christian Ulmen
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