Nachdem ein AfD-Kandidat in der Uckermark mit Heino Wahlwerbung gemacht hatte, wehrt sich der Musiker juristisch.

Heino (87) geht laut "Bild"-Zeitung juristisch gegen die AfD in der Uckermark vor. AfD-Landratskandidat Felix Teichner (35) soll auf den offiziellen Social-Media-Kanälen seiner Partei mit Heinos Namen ungefragt Wahlwerbung betrieben haben, heißt es.

Heinos Rechtsanwalt schickte dem Bericht zufolge ein Schreiben an Felix Teichner und an den AfD-Kreisverband Uckermark. Darin fordert er sie auf, eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abzugeben und die Wahlwerbung sofort einzustellen. Wegen Verletzung von Heinos Persönlichkeitsrechten soll Teichner zudem Schmerzensgeld zahlen.

Heino sei "wütend", dass man seinen Namen mit einer politischen Partei wie der AfD in Verbindung bringe, schreibt das Blatt und zitiert den Sänger: "Ich empfinde es als Unverschämtheit, mich ungefragt zum Gesicht einer Partei zu machen. Bei meinen Konzerten ist zwar jeder willkommen, egal, was er wählt, aber diese Aktion geht mir eindeutig zu weit."

Unterstützung für Merz

Heinos Manager Helmut Werner fügte laut "Bild" hinzu, es sei "absurd, Heino eine rechte Gesinnung zu unterstellen. Er steht für konservative Werte, hat aber mit der AfD nichts zu tun".

Der Sänger hatte sich in der Vergangenheit bereits gegen die AfD ausgesprochen. Bei der Bundestagswahl 2025 hatte Heino Friedrich Merz (70) unterstützt. Er empfahl, die CDU zu wählen, "damit Herr Scholz und Herr Habeck nach Hause gehen können", hieß es damals. Bekannt wurde der Sänger, der gerade auf Tournee ist, mit Liedern wie "Blau blüht der Enzian".

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