Kollegen, Freunde und Politiker trauern um Mario Adorf - mit persönlichen Worten voller Dankbarkeit und Bewunderung.

Mario Adorf (1930-2026), der am 8. April 2026 nach kurzer Krankheit in seiner Pariser Wohnung gestorben ist, hinterlässt eine Lücke, die in der deutschen Film- und Fernsehlandschaft kaum zu schließen sein wird. Adorfs langjähriger Manager Michael Stark übermittelte auch eine letzte Botschaft des Verstorbenen: Kurz vor seinem Tod habe Adorf ihm gegenüber seinen Dank an das Publikum ausgedrückt - für die jahrzehntelange Treue. Beerdigt werden soll er auf eigenen Wunsch bescheiden in seiner Wahlheimat Saint-Tropez. "Selbst im Tod ist Mario Adorf noch bescheiden", sagte Stark gegenüber "Bild".

Aus Schauspielkreisen kommen nun Worte, die tiefer gehen als das übliche Kondolenzritual. Veronica Ferres, die Adorf am Set des Films "Rossini" kennenlernte, schrieb auf Instagram: "Wenn ich an dich denke, sehe ich nicht nur den großen Schauspieler, den alle bewundert haben. Ich sehe den herzlichen und humorvollen Menschen, mit dem ich so viele kostbare Momente teilen durfte." Und weiter: "Nicht wegen des Ruhms, sondern wegen der Menschen, der Begegnungen, der Wahrheit in einem Moment. Jetzt bist du nicht mehr hier, und da ist eine Leere, die sich kaum beschreiben lässt."

Ähnlich persönlich klingt Heiner Lauterbach, der Adorf am Set von "Schattenmann" näher kennengelernt hatte: "In Wirklichkeit warst du ein herzensguter Mensch, ein großer Kollege und wahrer Freund", schrieb er auf Instagram und erinnerte daran, wie viel er von Adorf über den Schauspielerberuf gelernt habe - "wie demütig man in diesem Beruf sein muss, wie fleißig, wie zielstrebig."

"Er war wirklich ein ganz Großer"

Florian Silbereisen teilte auf Instagram ein Foto von Adorfs Auftritt in seiner "ADSFEST-Show" und schrieb, er werde diesen Moment "niemals vergessen": "Er war wirklich ein ganz Großer! Auch im Himmel wird man ihm gerne zuhören, wenn er mit seiner Weisheit und einem Schmunzeln Geschichten erzählt." Christine Neubauer, die mit Adorf mehrfach vor der Kamera stand - unter anderem in "Alle für die Mafia 2" -, sagte laut "Abendzeitung": "Mit dem Tod von Mario Adorf ist für mich nicht nur ein großer Schauspieler gegangen, sondern auch ein Mensch, der mich auf ganz besondere Weise begleitet hat. Als Kollege war er warmherzig, aufmerksam und von einer Größe, die man nicht lernen kann."

Eine besondere Anekdote lieferte Julian F. M. Stoeckel, der Adorf durch die gemeinsame Freundin Hannelore Elsner kennengelernt hatte. Er berichtete der "Abendzeitung", dass Adorf bei Elsners Trauerfeier als Allerletzter in die Kirche gekommen sei, sich nicht fotografieren ließ und sich still nach hinten setzte. "Das zeigte seinen wirklichen Charakter und Stil", so Stoeckel.

Reaktionen aus Rundfunk und Politik

Auch die öffentlich-rechtlichen Sender meldeten sich zu Wort. WDR-Intendantin Dr. Katrin Vernau erklärte: "Adorf war einer der profiliertesten Charakterdarsteller des deutschen und internationalen Films. Seine herausragende Schauspielkunst wird genauso fehlen wie seine Menschlichkeit, sein Humor und seine Lebenslust." SWR-Intendant Kai Gniffke ergänzte: "Mario Adorf war ein Weltstar, der seine Herkunft und seine Heimat in der Eifel nie vergessen hat. Wir Eifeler waren immer stolz, dass er Zeit seines Lebens einer von uns geblieben ist."

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder schrieb auf X: "Deutschland verliert einen Giganten des deutschen Films. Mario Adorf war ein Schauspieler mit unglaublicher Wucht, großem Charisma und einer unverwechselbaren Stimme. Er hat seine Rollen nicht nur gespielt, sondern gelebt." Söder erinnerte an prägende Werke wie "Die Blechtrommel", "Rossini" und "Winnetou" sowie an Adorfs Rolle als Heinrich Haffenloher in "Kir Royal" - für ihn ein Teil bayerischer Fernsehgeschichte.

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