Sie spricht von „virtueller Vergewaltigung“: Collien Fernandes hat ihren Ex-Mann Christian Ulmen angezeigt. In einer Talkshow war das Thema bereits aufgekommen.

Vergangenen Freitag saß Collien Fernandes in der TV-Show „Kölner Treff“. Sie plauderte mit Moderator Micky Beisenherz über die Dreharbeiten zu der Serie „Traumschiff“, in der sie die Schiffsärztin Dr. Jessica Delgado spielt, über die Aufnahmen, Kälte – und das Faken von Drehorten. Denn nicht jede Traumschiff-Folge wird auch an dem entsprechenden Ort gefilmt. Gegen Ende des Gespräches leitete Beisenherz abrupt auf ein anderes Thema über: „Ich wollte mich aber eigentlich viel länger über falsche Identitäten im Netz unterhalten (…). Du hast festgestellt, dass es von dir mehrere Identitäten im Netz gibt.“

„Das ist tatsächlich ein hartes Thema“, begann die Schauspielerin ihre Antwort und erzählte, wie sie herausgefunden habe, dass jemand sich an ihrer Person im Internet durch KI und Deepfakes vergangen habe. Sie sei mit einem Produzenten essen gewesen, mit dem ihr gefälschtes Ich kommuniziert hätte, und der ihr die Konversationen gezeigt habe. So habe sie mitbekommen, dass seit Jahren ihre Identität gestohlen worden sei.

Mittlerweile ist bekannt: Collien Fernandes hat laut einem „Spiegel“-Bericht Strafanzeige gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen gestellt. Dieser der Schauspielerin und Moderatorin zufolge unter anderem im Netz Fake-Profile unter ihrem Namen erstellt und Fake-Pornografie von ihr geteilt haben. Sie sei „virtuell vergewaltigt“ worden.

Collien Fernandes lässt Täter-Frage im „Kölner Treff“ unbeantwortet

Im „Kölner Treff“ hatte Fernandes bereits den Umfang ihrer Vorwürfe ausgeführt, doch als Showgast Rebecca Mir wissen wollte: „Hast du herausgefunden, wer das war?“, versteinerte sich ihr Gesichtsausdruck. Die 44-Jährige nickte und ihr Blick schweifte Hilfe suchend umher. Die Nachfrage „Bist du rechtlich dagegen vorgegangen?“ wehrte sie ab: „Ist ein schwieriges Thema gerade.“ Deshalb sei ich auch für eine Identifikationspflicht im Netz, sagte Fernandes. „Das wäre dann ja gar nicht passiert, wenn es die gäbe.“

Nach dem Erscheinen des "Spiegel"-Berichts am Donnerstag erklärte Fernandes auf Instagram: „Jahrelang wurden unter meinem Namen Fake-Profile erstellt, die sich eng mit meinem beruflichen Umfeld vernetzten, vor allem Männer kontaktierten. Nach anfänglich normaler Konversation wurde es flirtiver, die Person schickte (falsche) Nacktfotos und Sexvideos von mir, die privat anmuten und so wirken sollten, als hätte ich mich selbst nackt fotografiert und heimlich beim Sex gefilmt.“

Die Schauspielerin hatte schon lange nach dem Urheber dieser Fakes gesucht, das Thema 2023 öffentlich gemacht und sogar eine Doku darüber gedreht. Jetzt schrieb sie auf Instagram: „(…) der Täter war (wie ich jetzt weiß) die ganze Zeit über ziemlich nah. Sein Name: Christian Ulmen.“

Auf Anfrage des stern antworteten Ulmens Anwälte mit einem allgemeinen Statement. Konkrete Fragen zu den Vorwürfen blieben unbeantwortet. Es heißt dort lediglich, in dem „Spiegel“-Bericht würden „unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung verbreitet“. Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung.

Collien Fernandes und Christian Ulmen hatten 2011 geheiratet und 2025 ihre Trennung verkündet. Die Schauspieler haben eine gemeinsame Tochter, die im April 14 Jahre alt wird. Im Interview mit dem „Spiegel“ sagte Fernandes über das Thema: „Die allermeisten werden damit alleingelassen, ich möchte, dass das aufhört, auch für die Generation meiner Tochter.“

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