Patrice Aminati ist unheilbar an Krebs erkrankt. Nun hat sie über das Stigma der Krankheit gesprochen. Und kritisiert, wie mit ihr umgegangen wurde.

Das Schicksal von Patrice Aminati bewegt viele Menschen in Deutschland: Die 30-Jährige ist seit 2022 unheilbar an schwarzem Hautkrebs erkrankt, wird palliativ behandelt. Die Diagnose erhielt sie, da war ihre Tochter noch ein Säugling. Hinter ihr liegen turbulente Jahre. Zuletzt hatte sie im Dezember mitgeteilt, sich nach sechs Jahren Beziehung und drei Jahren Ehe auch von ihrem Mann Daniel Aminati, dem Vater ihres Kindes, getrennt zu haben. Mit der Zeitschrift „Bunte“ hat sie nun über ihr neues Leben gesprochen – und auch auf die Kritik reagiert, die ihr neben Mitgefühl immer wieder begegnet.

„Wir Krebskranke haben einen Platz in der Gesellschaft, wir sind Eltern, wir sind Liebende, wir dürfen Hobbys haben und wir dürfen uns auch herausputzen“, sagte Aminati. Laut „Bunte“ sei ihr von manchen vorgeworfen worden, dass sie trotz Krankheit noch zu Gala-Events gehe, dort in Abendkleidern posiere, ihr Leben zur Schau stelle. 

Patrice Aminati will Mut machen

„Krebskranke werden oft stigmatisiert, die bekommen kurz Mitleid, und dann sollen sie sich bitte aus der Öffentlichkeit herausnehmen“, sagt Patrice Aminati. Sie plädiert für einen toleranteren Umgang mit der Krankheit.

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Erst Mitte Februar hatte sie bei einer Veranstaltung mit der CSU-Bundestagabgeordneten Dorothee Bär über die Herausforderungen der Erkrankung gesprochen und erzählt, dass diese unfassbar schwer und kräftezehrend seien. Aber sie hat auch betont, dass sie anderen mit ihrer Geschichte Mut machen will. „Und wenn ich da draußen nur einen Menschen erreiche, dem ich ein bisschen Mut zusprechen kann, dass es möglich ist, Mama zu sein, berufstätig zu sein, vielleicht nicht jeden Tag und nicht mit der gleichen Kraft, aber dann ist mir das schon wichtig.“

Aminati ist studierte Psychologin, arbeitet jedoch als Influencerin. Auf Instagram folgen ihr rund 229.000 Menschen. Dort lässt sie ihre Follower an ihrem Leben teilhaben, zeigt Fotos von roten Teppichen, macht Verlosungen oder gibt Updates zu ihrem Gesundheitszustand. Und sie hält auch die guten Momente im Alltag fest: Vergangene Woche zeigte sie sich etwa beim Spielen mit ihrer Tochter an der Ostsee.

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