Einschaltquote in USA gesunken
17,86 Millionen Zuschauer haben die 98. Academy Awards am Sonntag auf ABC und Hulu verfolgt - das sind neun Prozent weniger als im Vorjahr, als noch 19,7 Millionen Menschen eingeschaltet hatten. Damit markiert die Verleihung den schwächsten Wert seit 2022 und beendet eine fünf Jahre währende Wachstumsserie. Durch die Gala führte zum zweiten Mal in Folge Moderator Conan O'Brien (62).
Unter dem Strich bleibt die Show dennoch der unangefochtene Quotenführer der Fernsehsaison 2025/2026. Wie "Variety" weiter meldet, ist die Übertragung das meistgesehene Primetime-Entertainment-Programm des gesamten Jahres. Den Rückgang bewerten Branchenbeobachter gelassen - ähnliche Einbußen verzeichneten bereits andere große Award-Shows in diesem Winter.
Negativtrend bei Preisgalas
Die Oscars stehen mit dem Rückgang nicht allein. Die Golden Globes im Januar verloren im Jahresvergleich sechs Prozent auf 8,66 Millionen Zuschauer, die Grammy-Verleihung im Februar ebenfalls sechs Prozent auf 14,4 Millionen. Der strukturelle Wandel im Fernsehkonsum macht auch vor Hollywoods glitzernden Gala-Abenden nicht Halt.
In der Erwachsenen-Zielgruppe der 18- bis 49-Jährigen erzielte die Übertragung einen Rating-Wert von 3,92 - ein Minus gegenüber dem Vorjahreswert von 4,54, aber noch ein kleines Plus gegenüber 2024 (3,82). Auf seinem Sendeplatz am Sonntagabend war die Oscarshow unangefochten die Nummer eins - gemessen in absoluten Zuschauerzahlen wie auch in allen relevanten demografischen Gruppen.
In der digitalen Welt sieht das Bild deutlich positiver aus. ABC meldete, dass die Social-Media-Interaktionen rund um die Verleihung um 42,4 Prozent gestiegen seien. Die Plattformen der Academy verzeichneten 21,6 Millionen Interaktionen - mehr als im Vorjahr (19,7 Millionen) - und über 129 Millionen Videoabrufe in der Nacht der Verleihung.
O'Briens Zukunft als Host gesichert
Moderator Conan O'Brien hinterließ auch bei seiner zweiten Oscar-Moderation einen soliden Eindruck. Rob Mills, Executive Vice President bei Walt Disney Television, bestätigte dem Branchenmagazin, dass O'Brien den Job auch künftig machen könne - sofern der Comedian und ehemalige Late-Night-Talkmaster dazu bereit sei.
Abseits der Quoten sorgte die inhaltliche Seite der Nacht für klare Gewinner: Das Drama "One Battle After Another" räumte sechs Oscars ab, darunter die begehrten Auszeichnungen für den besten Film und die beste Regie - letztere ging an Paul Thomas Anderson. Der ebenfalls gefeierte Film "Sinners" kam auf vier Trophäen; Michael B. Jordan wurde als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet.
Disney noch bis 2028 dabei
Für die ABC-Mutter Disney läuft der Vertrag mit der Academy of Motion Picture Arts and Sciences noch bis 2028; die Oscars 2027 und 2028 werden weiterhin auf ABC und Hulu übertragen. Ab der 101. Verleihung im Jahr 2029 übernimmt YouTube die Ausstrahlungsrechte - und hält diese mindestens bis 2033.
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