König Charles III. trifft indigene Anführer
Ein historischer Moment für die diplomatischen Beziehungen zwischen indigenen Völkern und der britischen Krone: König Charles III. (77) hat diese Woche eine Delegation von indigenen Anführern aus Kanada im Buckingham Palast empfangen. Die Vertreterinnen und Vertreter der sogenannten "Treaty 6"-Nations aus Saskatchewan werteten das Treffen als historische Premiere - es war die erste exklusive Audienz, die ein britischer Monarch der Führung dieses Vertragsgebiets gewährte.
"Treaty 6" ist ein völkerrechtliches Abkommen, das im Jahr 1876 zwischen der britischen Krone und den indigenen Völkern der Cree, Assiniboine und Saulteaux im heutigen Zentralsaskatchewan und Alberta geschlossen wurde. Die indigenen Völker stimmten zu, das Land mit den Siedlern zu teilen, während die Krone im Gegenzug dauerhafte Verpflichtungen einging. Dazu gehörten der Schutz ihrer Lebensweise, Unterstützung in Krisenzeiten (wie Hungersnöten) und der Zugang zu medizinischer Versorgung - eine Klausel, die als Grundlage für das heutige kanadische Gesundheitssystem für Indigene gilt.
Einladung zum 150. Jahrestag
Die Delegation, bestehend aus Chief Larry Ahenakew (Ahtahkakoop Cree Nation), Chief Darryl Watson (Mistawasis Nehiyawak), Chief Edwin Ananas (Beardy's and Okemasis Cree Nation) und Chief Christine Longjohn (Sturgeon Lake First Nation), reiste laut einem Facebook-Post mit einem klaren Ziel nach London: Sie luden den König persönlich zur 150-Jahr-Feier des Vertrages im August 2026 nach Fort Carlton ein.
Für die indigenen Gemeinschaften ist der König nicht nur ein ausländisches Staatsoberhaupt, sondern der direkte Nachfolger jener Monarchin (Königin Victoria), mit der ihre Vorfahren den Pakt schlossen. Sie betrachten die Beziehung zur Krone als eine heilige, persönliche Verbindung, die über der Tagespolitik der kanadischen Regierung steht.
Chief Larry Ahenakew betonte nach dem Treffen, dass die Reise das Ergebnis einer zweijährigen Planung war. Das Ziel war es, den Monarchen daran zu erinnern, dass diese Verträge keine verstaubten Dokumente sind, sondern lebendige Rechtsgrundlagen, die bis heute das Fundament Kanadas bilden.
"Unser Vertrag ist ein bindendes Dokument. Es ist wichtig, dass die Krone direkt von uns über die Bedeutung dieser Abkommen und über die Zukunft unserer kommenden Generationen hört", erklärte Chief Edwin Ananas während des Besuchs.
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