Bis die Eisdielen öffnen, dauert es noch. Aber Eis geht immer. Vor allem, wenn es vegan ist. Drei unkomplizierte Rezepte gelingen auch ohne Maschine und große Zutatenliste.

Mit den ersten Sonnentagen und Temperaturen über zehn Grad wächst auch die Lust auf Eis. Das birgt einige Herausforderungen: Nicht nur haben die meisten Eisdielen im März noch geschlossen. Viele haben bis heute kaum vegane Sorten im Angebot! Dabei ist es gar nicht so schwer, veganes Eis herzustellen, das ebenso cremig wie klassisches Milcheis ist. 

Ob mit Erdnussbutter, Zitrusfrüchten oder Kaffee – wir stellen drei Sorten vor, die mit wenigen Handgriffen, Zutaten aus der Vorratskammer und auch ohne Eismaschine funktionieren. Wenn Sie eine besitzen, können Sie diese natürlich trotzdem verwenden und den Prozess so beschleunigen. 

Das Cremige: veganes Eis aus Erdnussbutter und Ahornsirup

Speiseeis kennt keine Jahreszeiten. Wir finden: geht immer! Besonders, wenn's vegan ist © Liliya Krueger / Getty Images

Schmeckt mit Schoko-Garnitur wie Peanutbutter-Cups – und ist zuhause niedrigschwellig herzustellen.

Sie brauchen: 

  • 180 ml Ahornsirup
  • 480 ml Hafer Cuisine
  • 250 g cremige Erdnussbutter, ohne Zuckerzusatz
  • 5 ml Vanilleextrakt
  • Großzügige Prise Salz
  • Standmixer oder Pürierstab
  • Eisbehälter oder anderes, gefriersicheres Gefäß

So geht’s: 

  1. Den Ahornsirup in einem kleinen Topf auf niedriger Hitze köcheln lassen und regelmäßig umrühren, bis sich der Sirup etwa um ein Drittel reduziert hat. Das reduziert überschüssige Flüssigkeit und trägt zur cremigen Konsistenz der Eiscreme bei.
  2. Den Topf von der Hitze nehmen und den Sirup vollständig runterkühlen lassen. Auch währenddessen immer wieder umrühren, damit der Sirup nicht erhärtet.
  3. Sirup, Hafer Cuisine, Erdnussbutter, Vanilleextrakt und Salz in einen Mixer geben. Je nach Kraft des Mixers für 30 Sekunden bis zwei Minuten blenden, bis die Masse schön glatt ist.
  4. Die Eismasse in ein gefriersicheres Behältnis füllen und abdecken. Mindestens sechs Stunden im Gefrierfach lassen, am besten über Nacht.
  5. Wenn möglich: Einmal pro Stunde mit einer Gabel umrühren. Klingt absurd, aber auch das erhöht die Cremigkeit und reduziert die Bildung von Eiskristallen.
  6. Etwa zehn Minuten vor dem Servieren aus dem Gefrierfach holen und mit geraspelter Schokolade toppen. 

Tipp: Wenn Sie statt Hafer Cusine lieber gewöhnliche Hafermilch nehmen möchten, empfehlen wir zunächst, einen Barista Blend zu verwenden. Reduzieren Sie außerdem den Anteil auf 400 Milliliter und fügen zwei bis drei Esslöffel neutrales Öl hinzu, um den Fettgehalt zu erhöhen – denn das ist der Schlüssel, um alle Zutaten in der Eiscreme zu binden und sie cremig zu machen. Statt Erdnussmus können Sie auch jedes andere Nussmus verwenden, solange kein Zucker zugesetzt ist.

Rosmarin-Zitronen Sorbet 

Nicht alle Eisdielen haben ausgeschildertes veganes Eis, aber fast alle haben Sorbet. Diese gepimpte Version des Klassikers macht sich hervorragend als Zwischengang, Dessert oder kleine Geschmackskugel im Sektglas. 

Sie brauchen: 

  • 1250 ml Wasser
  • 200 g Zucker
  • 2 Bio-Zitronen: Saft und abgeriebene Schale
  • 15 g Rosmarin, frisch und gewaschen
  • Eismaschine oder Ninja Creami

So geht’s: 

  1. Wasser und Zucker miteinander köcheln lassen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dann die Hitze aufdrehen und drei Minuten wallend kochen lassen.
  2. Die Hitze wieder reduzieren und mit Zitronenschale für etwa zehn Minuten köcheln lassen. Nach fünf bis sechs Minuten auch den Rosmarin dazugeben und ganz zum Schluss den Zitronensaft.
  3. Durch ein Sieb abgießen, etwa 30 Minuten lang im Gefrierfach kaltstellen und anschließend in der Eismaschine fest werden lassen. Wenn Sie einen Creami haben: Den Gebrauchsanweisungen entsprechend folgen. 

Hinweis: Das Sorbet kann nicht über längere Zeit aufgehoben werden! Servieren Sie es möglichst umgehend. Im Tiefkühlfach verwandelt es sich in einen Eisblock.

Iced-Coffee-Popsicles 

Solange sich ein Stiel reinstecken lässt: In Eisformen kann man nahezu alles füllen © fotografiche / Getty Images

Für den Koffein-Kick am Nachmittag, nur in einem anderen Format. 

Sie brauchen: 

  • 4 Espressi, stark aufgebrüht
  • 500 ml Mandelmilch
  • 5 ml Vanilleextrakt
  • 1 EL Agavendicksaft (optional)
  • Eisform

So geht's: 

  1. Sehr starken Kaffee aufsetzen und nach Bedarf mit Agavendicksaft süßen. Runterkühlen lassen.
  2. Mandelmilch und Vanilleextrakt in einem gesonderten Behältnis verrühren
  3. Espresso in den Eisbehältern verteilen – er sollte etwa bis zur Hälfte auffüllen. Mit Mandelmilch auffüllen.
  4. Die Formen abdecken und ins Gefrierfach stellen. Nach etwa 30 Minuten erst die Stiele reinstecken.
  5. Wieder abdecken und über Nacht gefrieren lassen.

Quellen: New York Times Cooking, Chefkoch, Zucker und Jagdwurst

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