Das Osloer Amtsgericht hat Marius Borg Høibys Antrag auf Freilassung aus der Untersuchungshaft abgelehnt. Der Grund: Wiederholungsgefahr.

Marius Borg Høiby (29), Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit (52), bleibt hinter Gittern. Das Amtsgericht Oslo hat den Antrag des 29-Jährigen auf Freilassung aus der Untersuchungshaft abgelehnt, wie das Gericht laut dem norwegischen Rundfunk NRK am Dienstagnachmittag in einem veröffentlichten Beschluss mitteilte. "Das Gericht ist der Ansicht, dass die weitere Inhaftierung ausreichend begründet ist und keinen unverhältnismäßigen Eingriff darstellt", heißt es darin. Als zentrale Begründung führen die Richter die Schwere und den Umfang der Vorwürfe sowie eine ausgeprägte Wiederholungsgefahr an.

Høibys Anwälte hatten am Montag beim Gericht beantragt, ihren Mandanten aus der Untersuchungshaft zu entlassen. Seine Verteidigerin hatte dabei argumentiert, eine Wiederholungsgefahr bestehe nicht. Das Gericht sah das jedoch anders - und folgte damit der Linie der Staatsanwaltschaft, die dem Antrag bereits von Beginn an ablehnend gegenüberstand.

Fünf Wochen hinter Gittern

Marius Borg Høiby sitzt seit gut fünf Wochen im Osloer Gefängnis in Untersuchungshaft, genauer gesagt seit dem Tag vor dem Prozessauftakt am 3. Februar. Damals war er festgenommen worden, nachdem er gegen ein Kontaktverbot gegenüber einer Frau aus dem Osloer Stadtbezirk Frogner verstoßen haben soll. Gegen diese Frau soll er zudem gewalttätig geworden sein und sie mit einem Messer bedroht haben. Die Festnahme im Februar war bereits seine vierte seit August 2024.

Ebenjene Frau zählt zu den mutmaßlichen Opfern im laufenden Strafverfahren gegen Høiby. Ein Vorfall in ihrer Wohnung hatte im August 2024 die Ermittlungen gegen den Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit ausgelöst, die seitdem immer weitere Kreise gezogen haben. In der Beziehung mit der Frau soll Høiby laut Anklage mehrfach gewalttätig geworden sein.

Prozess läuft noch bis zum 19. März

Der Prozess selbst, der vor dem Amtsgericht Oslo verhandelt wird, umfasst 38 Anklagepunkte - darunter schwerwiegende Vorwürfe wie mehrfache Vergewaltigung. Høiby bestreitet einen Großteil der Vorwürfe, räumt jedoch zum Beispiel den Verstoß gegen das Kontaktverbot ein. Die Verhandlungen dauern voraussichtlich bis zum 19. März.

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