"Kann man nicht in Worte beschreiben"
Ex-Fußballprofi Michael Ballack (49) spricht in dem Sky-Format "Meine Geschichte - Das Leben von Michael Ballack" offen über den Verlust seines Sohnes Emilio. Der damals 18-Jährige war im August 2021 bei einem Quad-Unfall in Portugal gestorben.
Das hilft Michael Ballack im Umgang mit dem Verlust
Auf die Frage von Moderator Riccardo Basile (34), wie man lernt, mit so einem Verlust zu leben, zeigt sich Ballack tief emotional bewegt und die Antwort fällt ihm sichtlich schwer. "Schwierig. Schwierig. Es ist schwierig, weil wer so was mitmacht, das kann man sich nicht vorstellen, das kann man auch nicht in Worte beschreiben. Es ist ein Verdrängungsprozess." Er könne wenig bis gar nicht über seinen Sohn sprechen, würde es aber gerne viel mehr, sagt Ballack mit Tränen in den Augen: "Es emotionalisiert mich zu sehr."
In dem Verdrängungsprozess versuche man durch den Alltag zu kommen, "durch Sachen, die einen motivieren, Arbeit, die Familie, die anderen Söhne, damit klarzukommen". Das hätten er und die ganze Familie bis heute so gut es geht geschafft: "Und dafür bin ich dankbar."
"Danke Michael für dein Vertrauen und dafür, dass du mir deine Geschichte ein weiteres Mal erzählt hast", schrieb Basile in seinem Instagram-Post mit einem Ausschnitt des Gesprächs. "Ich respektiere dich sehr. Deine Worte über den Verlust deines Sohnes gehen tief unter die Haut."
Ballacks Ex-Frau Simone Ballack (50), mit der der Fußballstar zwei weitere Söhne hat, hatte Anfang des Jahres im Dschungelcamp ebenfalls über den schweren Schicksalsschlag gesprochen. "Die Kinder haben gefeiert und da war ein Mädchen aus der Nachbarschaft und Emilio wollte sie mit dem Quad nach Hause fahren", berichtete sie ganz offen ihren Mitcampern. Er sei aus der Garage rückwärts rausgefahren und habe sich verschaltet. "Er hat gedacht, er ist im Vorwärtsgang, aber der Rückwärtsgang war noch drin. Das Quad ist rückwärts hoch und dann durch ein Loch im Zaun runtergefallen und das Quad auf ihn drauf und hat ihn erdrückt." Es sei also nicht im Fahren und nicht unter Alkoholeinfluss passiert, wie viele spekuliert hatten, sondern ihr Sohn habe "Pech gehabt. Es hat ihn einfach zerquetscht."
Die 50-Jährige musste danach nicht nur mit der Trauer umgehen, sondern wurde auch oft menschlich enttäuscht. Viele Leute hätten den Kontakt abgebrochen oder sich als Hobbypsychologen aufgespielt. "Du wirst nicht mehr eingeladen, du bist die Frau mit dem toten Kind. Mein Umfeld ist so klein geworden." Emilio wolle sie nicht totschweigen, sie möge es sogar, wenn Leute Geschichten über ihn erzählen. Sie sei froh, "dass ich durch all das stark geworden bin und niemanden mehr brauche, außer meine Kinder".
Der erste Teil der Sendung "Meine Geschichte - Das Leben von Michael Ballack" läuft ab heute bei Sky Sport.
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