Mette-Marit steht wegen ihrer Freundschaft zu Jeffrey Epstein in der Kritik. Nun richtet sie sich an die Opfer des Sexualstraftäters.

Epstein-Opfer Marina Lacerda hat die norwegische Kronprinzessin Mette-Marit (52) für ihre engen Kontakte zu dem verurteilten Sexualstraftäter kritisiert. Laut dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk NRK fordert Lacerda von der Ehefrau von Kronprinz Haakon (52) "Ehrlichkeit" und eine Entschuldigung.

Mette-Marit solle außerdem "Verantwortung für die Gespräche übernehmen, die sie mit diesem Mann geführt hat", sagte Lacerda. Jeffrey Epstein (1953-2019) wird beschuldigt, zahlreiche Minderjährige und junge Frauen sexuell missbraucht und teils an einflussreiche Persönlichkeiten vermittelt zu haben.

Mette-Marit reagiert mit Statement

Die Kronprinzessin reagierte auf das Interview von Marina Lacerda mit einer schriftlichen Stellungnahme: "Ich bin zutiefst erschüttert über die Geschichten der vielen Opfer von Epstein und sie haben meine volle Unterstützung. Es ist wichtig, dass ihre Stimmen gehört werden. Sowohl als Frau als auch als Mutter unterstütze ich sie", erklärte Mette-Marit gegenüber NRK.

Weiter heißt es demnach von ihr: "Jeffrey Epstein trägt die Verantwortung für seine Taten. Ich muss die Verantwortung dafür übernehmen, dass ich Epsteins Hintergrund nicht besser überprüft habe und dass ich nicht schnell genug erkannt habe, was für ein Mensch er war. Das bedauere ich zutiefst, und diese Verantwortung muss ich übernehmen." Mit diesem Teil ihrer Erklärung wiederholt sie ein vorheriges Statement, mit dem das Königshaus auf Enthüllungen aus den Epstein-Akten reagiert hatte.

Seit das US-Justizministerium unzählige Seiten der Epstein-Ermittlungsakten veröffentlicht hat, steht fest, dass die Kronprinzessin einen deutlich engeren Kontakt zu dem verurteilten Sexualstraftäter pflegte als bislang bekannt war. Nahezu 400 Nachrichten und E-Mails zwischen Mette-Marit und Epstein aus den Jahren 2011 bis 2014 sind dokumentiert. Zudem gab es mehrere Treffen, wie unter anderem die norwegische Zeitung "VG" berichtete. Bereits 2008 war Epstein wegen Anstiftung einer Minderjährigen zur Prostitution verurteilt worden.

Mehrere Stellungnahmen aus dem Palast

Mette-Marit räumte in einer vorherigen Stellungnahme bereits "schlechtes Urteilsvermögen" ein und erklärte: "Es ist einfach peinlich." Anfang Februar hat die 52-Jährige ausführlicher Stellung zu ihrer Verbindung mit Epstein bezogen. In einem Statement des Königshauses hieß es, man verstehe "die starken Reaktionen der Menschen auf das, was in den letzten Tagen geschehen ist". Die Kronprinzessin verurteile Epsteins Missbrauch und seine kriminellen Handlungen "aufs Schärfste" und bedauere zutiefst, nicht früh genug erkannt zu haben, was für ein Mensch Epstein gewesen sei.

Mette-Marit wandte sich in dem Statement auch direkt an die Öffentlichkeit. "Ich möchte mein tiefstes Bedauern über meine Freundschaft mit Jeffrey Epstein zum Ausdruck bringen. Es ist mir wichtig, mich bei allen, die ich enttäuscht habe, zu entschuldigen", ließ sie erklären. Zudem räumte sie ein, dass einige Inhalte der Nachrichten zwischen Epstein und ihr nicht dem Menschen entsprächen, der sie sein wolle. Ausdrücklich entschuldigte sie sich auch für die Lage, in die sie "die königliche Familie, insbesondere den König und die Königin", gebracht habe.

Neben dem Epstein-Skandal verschärft der laufende Prozess gegen Mette-Marits Sohn Marius Borg Høiby (29) wegen Gewalt- und Vergewaltigungsvorwürfen in Oslo die Situation zusätzlich. Der 29-Jährige wuchs im königlichen Umfeld auf, ist aber kein offizielles Mitglied des norwegischen Königshauses. Seine Mutter brachte ihn mit in die Ehe mit Kronprinz Haakon, mit dem sie zwei weitere Kinder hat: Prinzessin Ingrid Alexandra (22) und Prinz Sverre Magnus (20).

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