Auch im Alter gibt es Sehnsucht nach Liebe
Beide sind sie schon gefühlte Ewigkeiten im Geschäft. Da ist es kaum zu glauben, dass Iris Berben (75) und Heiner Lauterbach (72) in einem kommenden Kinofilm erstmals als Liebespaar auf der großen Leinwand zu sehen sind. In einem gemeinsamen Gespräch mit der "Bild"-Zeitung im Rahmen des anstehenden Starts von "Ein fast perfekter Antrag" geht es daher auch um Beziehungen. Berben ist der Beweis dafür, dass es im Leben nicht nur eine große Liebe geben muss.
Iris Berben: "Es gibt nicht nur eine Chance im Leben"
"Ich hatte vorher auch schon eine große Liebe", erzählt die Schauspielerin, die ihren Lebensgefährten Heiko Kiesow beim Dreh zum dreiteiligen Drama "Afrika, mon amour" kennengelernt hat, das 2007 erstmals ausgestrahlt wurde. Zuvor war sie lange mit ihrem Ex-Partner Gabriel Lewy zusammen. "Ich habe zweimal im Leben das Glück gehabt, einen guten Partner an meiner Seite zu haben", erzählte Berben schon im Jahr 2022 in der Talkshow "Bestbesetzung" bei MagentaTV. "Beim ersten Mal waren es über 30 Jahre. Und jetzt sind es auch schon über 15 Jahre."
Berben glaubt, dass es "nicht nur eine Chance im Leben" gibt, wie sie jetzt sagt. "Es gibt zwei, drei, vier, fünf Chancen. Es gibt keine Regeln. Das Alter ist keine Regel. Und auch die Liebe kennt keine Regeln." Sie erläutert: "Die Sehnsucht nach Liebe, die Sehnsucht, von dem Partner wahrgenommen zu werden, gemeinsam durchs Leben zu gehen, die hört nie auf. Nicht mit 50 und auch nicht mit 70." Man solle seine Chancen auch wahrnehmen und dabei nicht ängstlich sein. Dabei könne man scheitern, aber man habe es wenigstens probiert. "Das würde ich genau so unterschreiben", bestätigt Lauterbach.
"Ein fast perfekter Antrag" ist ab dem 26. Februar in den deutschen Kinos zu sehen. Regie führte Marc Rothemund (57). In der Liebeskomödie spielt Lauterbach einen Witwer, der zufällig wieder auf seine Jugendliebe (Berben) trifft. Vier Jahrzehnte zuvor hatte jene seinen Antrag abgelehnt.
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