Prinz Harry reist nach Großbritannien, um vor Gericht auszusagen. Ein Treffen mit König Charles ist offenbar nicht geplant.

Als Prinz Harry (41) im September 2025 seinen Vater König Charles (77) in der Londoner Clarence House zum Tee traf, wirkte das wie ein echtes Tauwetter zwischen Vater und Sohn. 19 Monate hatten sich die beiden nicht mehr persönlich gesehen. Doch nun droht die zarte Annäherung bereits wieder ins Stocken zu geraten.

Wie die BBC berichtet, wird der Herzog von Sussex demnächst erneut nach Großbritannien reisen - diesmal allerdings aus einem weniger erfreulichen Anlass. Harry muss wieder vor Gericht aussagen, in einem Zivilprozess gegen den Verlag Associated Newspapers, der unter anderem die "Daily Mail" herausgibt. Ein Treffen mit seinem Vater ist dabei offenbar nicht vorgesehen.

Schwere Vorwürfe gegen britische Boulevardpresse

Der Prozess, der Ende Januar beginnen soll, sofern es nicht vorher zu einer Einigung kommt, dreht sich um brisante Anschuldigungen. Prinz Harry und weitere prominente Kläger werfen dem Verlag vor, Informationen auf unrechtmäßige Weise beschafft zu haben. Zu den Mitklägern gehören unter anderem Popstar Sir Elton John, Schauspielerin Liz Hurley sowie Baroness Doreen Lawrence, die Mutter des 1993 ermordeten Stephen Lawrence. Associated Newspapers weist die Vorwürfe als "absurd" zurück.

Für Harry wäre es nicht der erste Gang vor ein britisches Gericht. Bereits 2023 sagte er in einem Verfahren gegen die Mirror-Zeitungsgruppe aus - auch damals kam es zu keinem Treffen mit dem König. Ein weiterer Prozess gegen die News Group Newspapers endete im Januar 2025 überraschend mit einem außergerichtlichen Vergleich, einer Entschuldigung und einer Schadensersatzzahlung.

Hoffnung auf Versöhnung - vorerst auf Eis?

Die Distanz während des anstehenden Gerichtstermins dürfte vor allem strategische Gründe haben. In laufenden Verfahren gilt es als üblich, dass die Königsfamilie Abstand hält. Dennoch wirft die Situation ein Schlaglicht auf die nach wie vor komplizierte Beziehung zwischen Harry und seiner Familie.

Dabei hatte der 41-Jährige zuletzt versöhnliche Töne angeschlagen. In einem BBC-Interview erklärte er: "Ich würde mir eine Versöhnung mit meiner Familie wünschen. Es hat keinen Sinn, weiter zu kämpfen - das Leben ist kostbar."

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