Entfremdeter Sohn Nicolas nimmt Abschied
Hunderte Menschen haben sich am Mittwoch in Saint-Tropez von der französischen Filmlegende Brigitte Bardot (1934-2025) verabschiedet, die am 28. Dezember 2025 im Alter von 91 Jahren verstorben war. Bardots Sarg aus Holz, mit Korbmaterial sowie gelben, orangefarbenen und weißen Blumen bedeckt, wurde am Vormittag in die Kirche Notre-Dame-de-l'Assomption getragen, wo die Trauerfeier stattfand.
Rechtsextreme Marine Le Pen unter der Trauergemeinde
Laut Medienberichten war das Innere der Kirche unter anderem mit einem Schwarz-Weiß-Foto von Brigitte Bardot, auf dem sie eine Babyrobbe im Arm hält, geschmückt. Dazu waren die Worte "Merci, Brigitte" geschrieben. Vor der Kirche hielt demnach ein Mann ein Schild mit der Aufschrift "Die Tiere danken Brigitte Bardot" in die Höhe.
Bardot erlangte mit Anfang 20 durch den Film "Und ewig lockt das Weib" internationalen Ruhm und wurde zum Sexsymbol, das die Weiblichkeit im Frankreich der 1950er Jahre maßgeblich prägte. Später beendete sie ihre Schauspielkarriere und engagierte sich unermüdlich für Tierrechte, während sich ihre politischen Sympathien dem rechtsextremen Front National zuwandten.
Die rechtsextreme Politikerin Marine Le Pen nahm am Mittwoch an Bardots Beerdigung teil. Die Regierung wurde von Macrons Ministerin für Gleichstellung, der Tierschützerin Aurore Bérge, vertreten. Zudem wurde die Sängerin Mireille Mathieu beim Betreten der Kirche gesehen, sie soll während der privaten Zeremonie singen.
Sohn Nicolas-Jacques dabei und Todesursache enthüllt
Etwas überraschend nahm auch Bardots Sohn Nicolas-Jacques Charrier (65) gemeinsam mit seiner Tochter Théa, Bardots Enkelin, an der Trauerfeier teil. Er war kurz nach der Geburt von seiner Mutter verstoßen worden und wurde von seinem Vater, dem Schauspieler Jacques Charrier, aufgezogen.
Bardots vierter Ehemann Bernard d'Ormale (84), mit dem sie seit mehr als 30 Jahren verheiratet war, führte den Trauerzug an. Am Mittwochmorgen erklärte der ehemalige Berater von Jean-Marie Le Pen gegenüber dem Magazin "Paris Match", dass Brigitte Bardot vor ihrem Tod an Krebs erkrankt war und sich zwei Operationen hatte unterziehen müssen. Demnach litt die frühere Schauspielerin unter starken Rückenschmerzen.
Nach der Trauerfeier soll Bardot in strenger Privatsphäre auf einem Friedhof in Saint-Tropez beigesetzt werden. Am späteren Tag soll es im Stadtviertel La Ponche noch eine Gedenkveranstaltung für die Öffentlichkeit geben.
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