Der britische Drehbuchautor und Dramatiker Tom Stoppard ist mit 88 Jahren gestorben. Auch König Charles III. und Mick Jagger trauern.

Nach dem Tod von Tom Stoppard (1937-2025), der 1999 für das Drehbuch zum Film "Shakespeare In Love" mit einem Oscar ausgezeichnet wurde, haben bereits etliche prominente Wegbegleiter ihr Beileid bekundet.

"Er war ein lieber Freund"

König Charles III. (77) und Königin Camilla (78) würdigten den britischen Dramatiker als "einen unserer größten Schriftsteller". In seinem Statement hieß es aus dem Buckingham-Palast: "Er war ein lieber Freund, der sein Genie mit Leichtigkeit zur Schau stellte. Er konnte seine Feder auf jedes Thema richten und tat dies auch, wobei er sein Publikum herausforderte, bewegte und inspirierte, basierend auf seiner eigenen persönlichen Geschichte." Auch Mick Jagger (82), Frontmann der Rolling Stones, meldete sich zu Wort. Er erklärte in den sozialen Netzwerken: "Tom Stoppard war mein Lieblingsdramatiker. Er hinterlässt uns ein beeindruckendes Werk voller Intellekt und Humor." Dann bekundete der Sänger noch: "Ich werde ihn immer vermissen."

Der britische Schriftsteller Robert Harris (68), der mit Stoppard befreundet war, lobte sein Talent und seine Lebensfreude. "Er führte eines der beneidenswertesten Leben, die ich mir vorstellen kann. Er war ungemein talentiert, ein sehr glücklicher und geistreicher Mann, der das Leben genoss. Er kam im Sommer hier zum Mittagessen, rauchte noch und machte sich sogar Notizen für seine zukünftigen Arbeiten."

Die Queen schlug ihn 1997 zum Ritter

Am Samstag hatte Tom Stoppards Agentur United Agents mitgeteilt, dass der Drehbuchautor im Alter von 88 Jahren "friedlich im Kreise seiner Familie in seinem Zuhause in Dorset verstorben ist". Weiter hieß es in der Veröffentlichung: "Wir werden ihn für sein Werk, für dessen Brillanz und Menschlichkeit, sowie für seinen Witz, seine Unkonventionalität, seine Großzügigkeit und seine tiefe Liebe zur englischen Sprache in Erinnerung behalten."

Der Dramatiker und Drehbuchautor erhielt im Laufe seiner Karriere zahlreiche Auszeichnungen. Für "Rosencrantz und Guildenstern sind tot", "Travesties", " The Real Thing " und "Die Küste von Utopia" wurde er mit vier Tony Awards für das beste Theaterstück geehrt - zuletzt 2023. Er schrieb auch Drehbücher für Film, Fernsehen und Radio. Er adaptierte etwa Leo Tolstois Roman "Anna Karenina" für den 1992 erschienenen gleichnamigen Film mit Keira Knightley und Jude Law und arbeitete an "Sleepy Hollow" und "Indiana Jones und der letzte Kreuzzug" mit. Höhepunkt seiner Karriere war sein Oscar-Gewinn im Jahr 1999, den er zusammen mit Marc Norman für das Drehbuch "Shakespeare In Love" erhielt.

1997 erhob ihn Queen Elizabeth II. (1926-2022) für seine Verdienste um die britische Literatur in den Ritterstand. Der Dramatiker hinterlässt vier Söhne und seine dritte Frau Sabrina Guinness (70). Mit der Fernsehproduzentin war er seit 2014 verheiratet.

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