Auch im Zeitalter zunehmender Digitalisierung bleibt der klassische Autohandel für Skoda der zentrale Kontaktpunkt zum Kunden. Das hat Deutschland‑Chef Frank Barwasser im Gespräch mit AUTOHAUS betont. Bei einem komplexen Produkt wie dem Automobil seien persönliche Beratung, Fahrzeugerlebnis und Probefahrt nach wie vor von entscheidender Bedeutung.

Digitalisierung verstehe Skoda ausdrücklich als Ergänzung, nicht als Ersatz der persönlichen Kundenansprache, sagte Barwasser. Der Ansatz des Herstellers sei klar hybrid: "Digitale Angebote dort, wo sie Mehrwert schaffen, und persönliche Betreuung dort, wo sie notwendig ist". 

Händlerprofitabilität als Stabilitätsfaktor

In einem Marktumfeld mit hohem Wettbewerbsdruck misst Skoda der wirtschaftlichen Performance des Vertragshandels große Bedeutung bei. Nach Einschätzung Barwassers arbeiten die Skoda‑Partner aktuell auf einem sehr guten Renditeniveau – auch im Branchenvergleich. "Das ist kein Zufall, sondern Ergebnis gezielter Maßnahmen", erklärte der Deutschland‑Chef.

Der Importeure unterstützt seine Händler nach seinen Worten sowohl auf der Kostenseite als auch bei den Erlösen. Prozessoptimierungen und Digitalisierung sollen helfen, Aufwände zu senken. Gleichzeitig setzt Skoda auf zusätzliche Service‑ und Teileangebote, um die Ertragsbasis der Betriebe zu stärken. Ziel sei es, profitable Rahmenbedingungen zu schaffen und die Partner langfristig wirtschaftlich erfolgreich zu halten. 


Skoda Peaq (Vorserie)


Leistungsfähiges Netz ohne Strukturbruch 

Mit rund 440 Vertriebspartnern verfügt Skoda in Deutschland über eine "hervorragende" Marktabdeckung. Für Barwasser liegt die Stärke des Netzes vor allem in seiner Struktur. "Wir haben eine gesunde Mischung aus großen Gruppen sowie mittelständischen und kleineren Betrieben. Diese Vielfalt ist für uns ein klarer Vorteil, weil sie regionale Nähe und unternehmerische Stärke verbindet", so der Manager. 

Zwar erkennt auch Skoda im Automobilhandel insgesamt eine fortschreitende Konsolidierung, doch sei dies ein langfristiger Branchentrend. Aktive Eingriffe in das eigene Händlernetz sind aus Sicht des Herstellers derzeit nicht vorgesehen. "Wir planen keine aktive strukturelle Veränderung unseres Netzes", betonte Barwasser. Entscheidend seien nicht Größe oder Anzahl der Betriebe, sondern "die Leistungsfähigkeit und die enge Zusammenarbeit mit unseren Partnern". Und diese funktioniere derzeit sehr gut.

Kräftiges Wachstum

Skoda hatte im ersten Quartal 2026 über 62.000 Pkw-Neuzulassungen in Deutschland verbucht – fast ein Viertel mehr als im Vorjahreszeitraum. Mit einem Marktanteil von 8,9 Prozent ist die Marke aktuell die Nummer zwei auf dem deutschen Markt, noch vor den heimischen Platzhirschen BMW und Mercedes-Benz (jeweils 8,4 Prozent).

Das vollständige Interview mit Skoda-Geschäftführer Frank Barwasser lesen Sie in AUTOHAUS 9/2026.

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