Ayvens Car Cost Index 2026: Elektroautos werden wirtschaftlicher
Batterieelektrische Fahrzeuge holen in vielen europäischen Ländern bei den Gesamtbetriebskosten gegenüber Verbrennern auf – in Deutschland allerdings nur eingeschränkt. Das zeigt der Ayvens Car Cost Index 2026. Demnach ist ein Elektroauto hierzulande lediglich in der Kompaktklasse minimal günstiger als ein Benziner. In anderen Segmenten bleibt der Verbrenner kostenseitig im Vorteil.
Der Car Cost Index analysiert die sogenannten Total Cost of Ownership (TCO) für Autofahrer in 30 europäischen Ländern. Berücksichtigt werden unter anderem Wertverlust, Finanzierungskosten, Instandhaltung, Energie, Steuern (ohne Mehrwertsteuer) und Versicherung. Grundlage der zweiten Index‑Ausgabe unter der neuen Marke Ayvens sind Marktdaten aus dem vierten Quartal 2025.
Martin Kössler, Geschäftsführer von Ayvens in Deutschland, betont: "Die Gesamtbetriebskosten sind der wichtigste Faktor beim Autokauf oder bei der ‑finanzierung. Rechnet man Strom, Instandhaltung und Steuern mit ein, erweist sich das auf den ersten Blick teure Elektrofahrzeug über einen Zeitraum von vier Jahren durchaus als eine wirtschaftliche Wahl. Mit dem Ayvens Car Cost Index helfen wir Unternehmen und Privatpersonen, bei der Auswahl von Fahrzeugen fundierte Entscheidungen zu treffen."
Europaweit viele Elektroautos bereits wirtschaftlich
Im europäischen Vergleich zeigt sich ein deutlich dynamischeres Bild. In 17 von 30 Ländern sind batterieelektrische Fahrzeuge in der Kleinwagenklasse bereits kostenseitig wettbewerbsfähig, in der Kompaktklasse in 19 Ländern, in der Mittelklasse in 16 Ländern. Besonders günstig ist das elektrische Fahren laut Index in Portugal und Belgien, wo die monatlichen TCO für E‑Autos teils unter 650 Euro liegen.
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Deutschland rangiert mit durchschnittlich 906 Euro monatlichen Gesamtkosten im Mittelfeld. In der Schweiz fallen mit durchschnittlich 1.217 Euro pro Monat die höchsten Kosten an. Auch im Modellvergleich zeigen sich Verschiebungen: Der BMW i4 liegt in 20 von 30 Ländern bei den Gesamtbetriebskosten vor dem BMW 3er mit Benzinantrieb.
Treiber der Wirtschaftlichkeit sind vor allem die niedrigeren Energiekosten von Elektroautos. Dem steht jedoch weiterhin ein hoher Wertverlust gegenüber, der insbesondere in Märkten mit schwankender Nachfrage stark ins Gewicht fällt.
Deutschland bleibt Sonderfall
Im Detail bleibt Deutschland ein Sonderfall. In der Kleinwagenklasse ist der Benziner mit monatlich 717 Euro günstiger als das Elektroauto mit 759 Euro. Nur in der Kompaktklasse liegt der Elektroantrieb mit 887 Euro knapp um acht Euro unter der Benzin‑Variante. In der Mittelklasse kehrt sich das Bild erneut: Hier liegen die monatlichen Kosten für Elektroautos mit 998 Euro rund 40 Euro über denen konventioneller Antriebe.
Für Kössler unterstreicht diese Spreizung die Bedeutung belastbarer Vergleichsdaten: "Gerade in einem Markt wie Deutschland, in dem Elektromobilität je nach Segment wirtschaftlich sehr unterschiedlich ist, brauchen Fuhrparkentscheider belastbare TCO‑Vergleiche. Als herstellerunabhängiger Mobilitätsanbieter kann Ayvens Marken, Antriebe und Fahrzeugsegmente objektiv vergleichen und Unternehmen so bei faktenbasierten Flottenentscheidungen unterstützen."
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