Um mit einer Automobilplattform Geld zu verdienen, bedarf es einer möglichst breiten Skalierung. So passiert es gerade auch mit der neuen „Mercedes Modular Architecture“, kurz „MMA“ genannt. Nach CLA in verschiedenen Varianten ist nun also das SUV an der Reihe. Gestartet wird mit dem formal noch kompakten GLB, wobei der in Wahrheit längst nicht mehr kompakt ist. Mit 4,73 Metern Außenlänge ist im Grunde schon das Segment der Mittelklasse erreicht. Demnach ist der GLB nicht nur einfach ein großes Auto, sondern von seinem optischen Zuschnitt her – kantig und raumeffizient – der glatte Gegenentwurf zum CLA Shooting Brake.

Gegenüber dem wuchs bei gleicher Außenlänge aber der Radstand um 10 Zentimeter auf 2,89 Meter. Und natürlich spricht er eine deutlich andere Zielgruppe an. Das merkt man außerdem sofort am Kofferraumvolumen, hier passt nämlich Gepäck im Äquivalent von 1.715 Litern hinein – das ist schon eine Ansage. Demnach nimmt dieser Schwabe den Nutzwert tatsächlich noch ernst. Viel Raum gibt es aber nicht nur für das Gepäck.


Mercedes-Benz GLB (2026)


Mercedes GLB: Viel Platz in Reihe zwei

Im Fond zeigt der Mercedes sehr schnell, worin seine eigentliche Stärke liegt. Die zweite Sitzreihe fällt für diese Klasse bemerkenswert großzügig aus. Selbst groß gewachsene Personen reisen hier nicht nur akzeptabel, sondern entspannt. Beinfreiheit ist fast in überbordenden Dimensionen vorhanden, auch das betont luftige Raumgefühl überzeugt. Insgesamt bietet der GLB hinten ein Platzangebot, das man in diesem Segment keineswegs selbstverständlich bekommt. Wer also häufig mit viel Ladung, großem Reisegepäck oder beruflichem Equipment unterwegs ist, dürfte sich genau an dieser Stelle sehr schnell mit dem Konzept anfreunden.

Im Interieur gibt es übrigens das bekannte Mercedes-Bild der Gegenwart. Die Gestaltung wirkt modern, aufgeräumt und hochwertig, ohne die Benutzer mit unnötigem Rätselraten zu traktieren. Schön bei Mercedes ist ja seit einiger Zeit, dass man sich selbst als Neueinsteiger erstaunlich schnell zurechtfindet auf dem Riesen-Screen, der sich auch hier über die gesamte Breite erstreckt – wenngleich nicht so schön nahtlos wie beispielsweise im neuen GLC. Die wichtigsten Funktionen liegen jedoch dort, wo man sie vermutet, und das ist im Alltag sehr viel wert.

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