Neuzulassungen im März: Privatmarkt wächst um 22 Prozent
Der deutsche Automarkt hat im März deutlich an Dynamik gewonnen. Nach einem moderaten Plus von vier Prozent im Februar legten die Pkw-Neuzulassungen im März um 16 Prozent zu und erreichten 294.147 Fahrzeuge (wir berichteten). Ein wesentlicher Treiber war die neu aufgelegte Förderung von Elektroautos und Plug-in-Hybriden, die erstmals spürbare Effekte zeigte.
Das starke Wachstum relativiert sich jedoch bei genauerer Betrachtung. Wie Dataforce mitteilte, läge der saisonbereinigte Jahreshochlauf (SAAR) bei rund 2,87 Millionen Pkw, wenn jeder Monat so verlaufen würde wie der März. Zudem profitierte der Markt von einem schwachen Vorjahresmonat und 1,4 zusätzlichen Arbeitstagen, die den Vergleich verzerren.
"Im Pkw-Privatmarkt ging es deutlich bergauf – vor allem durch die neue E-Auto Förderung. Dennoch lief der März eher schwach, wenn man etwas hinter die Kulissen blickt", erklärte Julian Litzinger, Automotive Analyst bei Dataforce. "Privatleute und Flotten fragen deutlich mehr E-Autos nach, währenddessen die Verbrenner gerne von den Vermietern abgenommen werden."
Zwei Kanäle treiben den Markt
Der Zuwachs von mehr als 40.000 Pkw gegenüber dem Vorjahr stammt vor allem aus zwei Kanälen: dem Privatmarkt, der um 22,2 Prozent auf 103.020 Fahrzeuge wuchs, sowie den Autovermietern, die ihre Zulassungen sogar um 38,1 Prozent auf 40.598 Einheiten steigerten. Auch der Flottenmarkt legte mit plus 8,6 Prozent auf 80.672 neue Firmenwagen zu. Die taktischen Zulassungen des Handels (44.661 Autos) und der Hersteller (25.196) stiegen zwar ebenfalls, blieben volumenmäßig jedoch am unteren Ende der Wachstumsbeiträge.
Elektromobilität profitiert
Im Zusammenhang mit der neuen Förderung war der März laut Dataforce einer der stärksten Monate für Elektroautos in Deutschland überhaupt. Besonders deutlich zeigte sich der Effekt im Privatmarkt: Die Zahl der neu zugelassenen Batterieautos (BEV) mehr als verdoppelte sich gegenüber dem Vorjahr von rund 14.000 auf 31.500 Fahrzeuge (plus 123 Prozent).
Plug‑in‑Hybride (PHEV) konnten hingegen trotz Förderfähigkeit nicht profitieren. Im Privatmarkt verloren sie sogar an Bedeutung und lagen vier Prozent unter dem Vorjahresniveau.
Autovermieter setzen weiter auf Verbrenner
Während sich Privatkunden und Flotten verstärkt auf Elektroautos fokussieren, zeigt sich bei Autovermietern ein anderes Bild. Diese nutzten den starken Nachfragemonat Dataforce zufolge vor allem, um ihre Bestände an Benzin- und Dieselfahrzeugen auszubauen. Beide Antriebsarten legten zusammen um fast 6.000 Einheiten zu und machten damit erneut rund 80 Prozent aller Vermieter-Zulassungen aus. Litzinger: "Verbrenner gelten in diesem Kanal weiterhin als leichter vermarkt- und betreibbar."
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