Die Targobank‑Autostudie 2026 zeigt aus Händlersicht ein gemischtes Bild: Während Benziner mit 29 Prozent weiterhin die bevorzugte Antriebsart bleiben, holen Elektroautos spürbar auf und erreichen mit 21 Prozent erstmals Rang zwei. "Eines der spannendsten Ergebnisse dieses Jahr ist für uns, dass E-Autos in der Akzeptanz steigen", sagt Markus Häring, Chef der Targobank Autobank. "Das ist ein wichtiges Signal für den Markt. Für Finanzierer kommt es jetzt darauf an, verlässliche Restwerte, transparente Batteriebewertungen und attraktive Leasingmodelle bereitzustellen."

Auch die Wechselbereitschaft steigt: 34 Prozent der heutigen Verbrennerfahrer planen beim nächsten Autokauf den Umstieg auf einen alternativen Antrieb. Für Händler bedeutet das eine wachsende Zielgruppe – aber weiterhin Unsicherheit bei Reichweite, Kosten und Ladeinfrastruktur.

Hohe Preise bremsen aktuell

Die wichtigsten Kriterien beim Fahrzeugkauf bleiben Anschaffungskosten (31 Prozent) und Reichweite (30 Prozent). Hohe Preise und Probleme beim Laden halten viele Kunden jedoch zurück. 64 Prozent nennen den Kaufpreis als größtes Hindernis, 53 Prozent das Ladenetz. Für den Handel bleibt die Finanzierung damit ein entscheidender Hebel: 36 Prozent planen Leasing oder Kredit, stabile Konditionen und transparente Modelle gewinnen an Bedeutung.

Verlässliche Restwerte

Autobank‑Chef Markus Häring betont im Rahmen der Studie: "Finanzierer müssen im E‑Auto‑Markt verlässliche Restwerte, transparente Batteriebewertungen und attraktive Leasingmodelle bereitstellen." Aus Händlersicht ist das relevant – Restwertabsicherung und nachvollziehbare Batteriechecks werden zum Verkaufsargument, besonders bei steigender Verunsicherung über Wiederverkaufsrisiken.

79 Prozent der Befragten fordern mehr Ladepunkte, 77 Prozent Investitionen in bessere Batterietechnik. Parallel wünschen sich 71 Prozent eine Weiterentwicklung von E‑Fuels. Diese Ergebnisse zeigen: Händler müssen Kundinnen und Kunden zunehmend erklären, welche Technologie für welchen Einsatzzweck sinnvoll ist – und warum die politische Diskussion Unsicherheiten verstärkt.

Skepsis bei E‑Auto‑Prämie

Die staatliche Kaufprämie wird ambivalent bewertet. Zwar sehen 52 Prozent darin einen Anreiz für den Kauf, zugleich erwarten 71 Prozent steigende Fahrzeugpreise infolge der Förderung. Für den Handel bedeutet das: Angebot und Kommunikation müssen Preissensibilität adressieren und realistische Gesamtkosten transparent machen. 65 Prozent beurteilen die Zukunft der deutschen Automobilindustrie kritisch. Neue Abo‑ und Freischaltmodelle für Fahrzeugfunktionen lehnen 82 Prozent ab. Für Händler sind das klare Signale: Mehrwertdienste müssen nachvollziehbar sein – und nicht als Kostenfalle wirken.

Nachhaltige Mobilitätsangebote gewinnen als Benefit weiter an Bedeutung. 80 Prozent der Beschäftigten schätzen Ladeinfrastruktur am Arbeitsplatz, 66 Prozent interessieren sich für Jobräder, 64 Prozent für ein Jobticket. Für Händler ergeben sich dadurch Beratungsmöglichkeiten bei Firmenkunden – von E‑Dienstwagen bis Ladeinfrastruktur.

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