VanMoof S6 im Check: Sieben Besonderheiten, die das E-Bike auszeichnen
Mit dieser Rückkehr war so nicht unbedingt zu rechnen: 2023 rutschte der niederländische E-Bike-Hersteller VanMoof, bekannt für seine schicken Räder in minimalistischem Design, in die Insolvenz. Doch 2024 gelang die Rettung durch das britische Unternehmen Lavoie – eine Tochterfirma des F1-Zulieferers McLaren Applied. Jetzt folgt ein stilsicherer Neuanfang mit dem City-E-Bike VanMoof S6.
Hier wollen die Niederländer beweisen, dass E-Bikes durchaus mit Sportwagen-DNA zusammenpassen. Laut eigener Aussage ist das neue Rad das Ergebnis eines Jahrzehnts der Weiterentwicklung und bringt viele neue und verbesserte Funktionen mit. Der Preis ist allerdings keine davon: Das Rad kostet 3.298 Euro. Damit sind die VanMoof-Räder nach wie vor keine Schnäppchen, auch wenn man sich preislich unterhalb von Marken wie Riese & Müller positioniert. Äußerlich hat sich ebenfalls wenig getan: Der Rahmen des S6 ist identisch mit dem des Vorgängers.
Hier geht's zum Angebot bei VanMoof
1. Control Core: Neue Technikzentrale im VanMoof S6
Für das S6 setzt VanMoof laut eigener Aussage auf eine neue elektronische Kontrolleinheit ECU, die wie gewohnt im schlichten Rahmen des stilsicheren Rades steckt. Die Elektronikzentrale steuert Anzeigen und Energieverwaltung.
Neben der Steuerung des Kick-Locks, die auch bei leerem Akku möglich sein soll, umfasst der Control Core zudem auch das Tracking des Rades per Handynetz und Satellit. Außerdem gibt es jetzt einen USB-C-Diagnoseport.
2. Weicher schalten dank Drei-Gang-Automatik "AutoHub"
Gleichmäßigeres Fahren, ganz ohne manuelle Schaltung: Beim S6 setzt VanMoof auf eine neue Schaltung namens "AutoHub", die ganz ohne erkennbare Schaltunterbrechung arbeiten soll. Die Schaltung ist jetzt außerdem mechanisch übersetzt, soll damit länger halten als beim Vorgänger.
Im Praxis-Test zeigte sich Stern-Autor Tobias Schmitz dann auch besonders vom geschmeidigen Anrollen des VanMoof S6 begeistert und lobt vor allem die neue Schaltung.
3. Immer informiert: Hellere Halo-Leuchtringe am Lenker
Zugegeben, die von VanMoof Halo getauften LED-Leuchtringe am Lenker des S6 sind keine völlig neue Erfindung: Bereits der Vorgänger S5 besaß Leuchtanzeigen für Akku und Unterstützungsstufe in den Griffen.
Diese wurden für das S6 jetzt aber mit deutlich mehr Leuchtkraft ausgestattet, sind damit besser zu erkennen. Zudem korrespondiert die Anzeige auch mit dem Handy-Navigationssystem. Es soll etwa durch Blinken anzeigen, wo abgebogen wird.
4. Schnellerer Antritt mit dem S6: Boost-Knopf für mehr Fahrspaß
Das VanMoof S6 besitzt einen Boost-Knopf, der bei Aktivierung sofort die höchste Fahrstufe aktiviert und so direkt maximale Leistung des 250-Watt-starken Elektromotors abruft. 69 Newtonmeter Drehmoment liegen dann Herstellerangaben zufolge an, was laut Computer-Bild-Test ein sehr unterhaltsames Fahrgefühl erzeugt.
5. Kick-Lock für Sicherheit ohne Extraschloss
Sicherheit to go: Das VanMoof S6 besitzt ein sogenanntes Kick-Lock, das laut Hersteller das Mitführen eines Fahrradschlosses überflüssig machen soll. Das S6 kann, so die Idee, einfach mit einem Hinterradschloss gesichert werden, das per Tipp aktiviert werden kann. Natürlich kann das 23-Kilo-Fahrrad mit genug Anstrengung von Dieben trotzdem weggetragen werden – eine Alarmanlage soll allerdings garantieren, dass Langfinger schnell das Interesse verlieren.
6. Always-On-Tracking inklusive Apple-Feature
Ein weiteres Sicherheitsfeature des VanMoof S6 ist das immer aktivierte Tracking des E-Bikes. Der Hersteller verspricht, dass mit einer Kombination aus Satelliten-Verbindung und Mobilfunkmasten jederzeit der Standort des Fahrrads herausgefunden werden kann. Dazu kann das S6 auch über Apples "Wo ist?"-Netzwerk gefunden werden. Das funktioniert genauso wie bei einem Airtag über die Bluetooth-Verbindung anderer Apple-Geräte.
Wer ganz auf Nummer sicher gehen möchte, kann bei VanMoof einen Diebstahlsicherungs-Service dazubuchen. So sucht der Hersteller selbst das geklaute Fahrrad. Wenn das nicht möglich ist, verspricht VanMoof kostenfreien Ersatz.
7. Neue Sounds im VanMoof S6
Klänge sind in einem E-Bike vielleicht nicht unbedingt das wichtigste Feature – aber eben doch sehr VanMoof-typisch. Der Hersteller hat laut eigener Aussage alle Klänge des Bikes neu gestaltet, darunter der erwähnte Alarm, der von einem eher subtilen Warnen zu einem sehr lauten Ton eskaliert. Auch die Klingel wurde verändert, sie soll sich jetzt intelligent an Situationen anpassen. Zudem können selbst Töne gewählt werden.
VanMoof S6: Zwei Rahmen, drei Farben
Wer sich für einen Kauf des S6 interessiert, kann zwischen zwei Rahmen wählen. Der klassische Diamantrahmen des S6 mit 27,5-Zoll-Felgen ist dabei für Menschen von 1,65 bis 2,10 Metern geeignet. Das S6 Open ist mit tieferem Rahmen und kleineren Rädern (24 Zoll) auch für kleineren Personen ab 1,50 Metern geeignet.
Beide Modelle gibt es in den Farben Drift Black, Electric Blue und Pearl Mint. Das Rad kostet 3.298 Euro, VanMoof gibt drei Jahre Herstellergarantie.
Hier geht’s zum S6-Angebot bei VanMoof
Die Alternative für Mountainbiker: Fischer E-Mountainbike Montis
Für alle, die vor allem im Gelände unterwegs sind oder eine preiswertere E-Bike-Option suchen, lohnt sich ein Blick auf das Fischer-E-Mountainbike Montis. Es ist deutlich günstiger als das VanMoof E6, sportlicher ausgelegt und gleichzeitig bei Amazon sehr gut bewertet (4,2 von fünf Sternen bei 160 Bewertungen).
- 29-Zoll-Reifen, 51 cm Rahmen, nur 26 kg
- SR Suntour XCT-HLO Federgabel mit 100 mm Federweg
- Shimano 1×10-Gang-Schaltung
- 48 V / 422 Wh Akku, bis zu 120 km Reichweite, entnehmbar
- Stabil bis 135 kg Gesamtbelastung
Kurzum: Das Fischer-E-Mountainbike ist ideal für alle, die lieber über Waldwege fliegen, als mit dem E6 stilsicher durch die City zu gleiten.
Hier geht's zum Angebot bei Amazon.de
Fazit: Ein E-Bike für Design-Fans mit Spaß an Technik
Das VanMoof S6 zeigt, wie konsequent ein E-Bike auf ein reduziertes Design und smarte Funktionen ausgelegt sein kann. Gleichzeitig bleibt abzuwarten, ob es VanMoof gelingt, verloren gegangenes Vertrauen langfristig wirklich zurückzugewinnen. Wer Wert auf eine minimalistische Optik, hohen Bedienkomfort und technische Extras legt, bekommt bei VanMoof aber ein interessantes Gesamtpaket.
Wer dagegen eher sportlicher unterwegs ist oder stärker auf den Preis achtet, findet im Fischer Montis eine deutlich pragmatischere Alternative.
- Vanmoof
- E-Bike
- Fahrrad
Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke