Großübernahme im Mercedes-Handel: Rosier erwirbt Niederlassung Hannover
Die Rosier‑Gruppe setzt ihren Expansionskurs fort und übernimmt die Mercedes‑Benz Niederlassung Hannover. Der Deal umfasst acht Betriebe und rund 400 Mitarbeitende. Nach der notariellen Bestätigung des Kaufvertrags wurden die Beschäftigten am Dienstag in einer Betriebsversammlung informiert. Die Integration in die Gruppe ist zum 1. Oktober 2026 geplant, vorbehaltlich der Zustimmung des Bundeskartellamts.
Für die Mendener Autohausgruppe ist es nach dem Kauf der Autohof Reimers GmbH bereits die zweite große Übernahme in diesem Jahr – und ein Schritt, der Rosier zu einem der größten Mercedes‑Benz‑Vertreter Deutschlands macht. "Wir freuen uns sehr, dass wir den Zuschlag für die Niederlassung Hannover erhalten haben", sagte Heinrich Rosier, geschäftsführender Gesellschafter laut einer Mitteilung. Der Erwerb sei eine langfristige Investition in die Zukunft des Standorts und die Präsenz der Marke in der Region.
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Die Niederlassung Hannover blickt auf mehr als ein Jahrhundert Unternehmensgeschichte zurück. Für Paul Rosier, Direktor Organisation und Vertreter der vierten Generation in der Geschäftsleitung, gliedert sich der Standort ideal ins Portfolio ein: "Die Mercedes‑Benz Niederlassung Hannover ist seit mehr als 100 Jahren fest in der Region verankert (…) und passt daher perfekt zur Rosier‑Gruppe."
So groß wird die Rosier Gruppe
Mit der Übernahme entsteht ein zusammenhängendes Geschäftsgebiet, das sich in einer West‑Ost‑Achse von Menden bis Stendal und in einer Süd‑Nord‑Linie von Hannover über Hamburg bis Sylt erstreckt. Künftig betreibt die Rosier‑Gruppe 38 Betriebe in Nordrhein‑Westfalen, Niedersachsen, Sachsen‑Anhalt, Hamburg und Schleswig‑Holstein. Die Belegschaft wächst auf knapp 2.000 Mitarbeitende, davon rund 340 Auszubildende. Das Unternehmen plant künftig rund 26.000 Fahrzeuge abzusetzen und rechnet mit einem Jahresumsatz von rund 1,4 Milliarden Euro.
Für den hannoverschen Standort strebt Rosier einen nahtlosen Übergang an. "Wir sichern damit für weitere Generationen die Präsenz der Marke Mercedes‑Benz in der Region Hannover", betonte Marc Heinen, kaufmännischer Geschäftsführer der Gruppe.
"Stern soll künftig noch heller strahlen"
Rosier verfügt bereits über Erfahrung mit der Integration von Niederlassungen: Schon 2016 übernahm das Unternehmen den Braunschweiger Standort des Konzerns. Heute zählt dieser zu den leistungsstärksten Betrieben der Gruppe. "Unser Ziel ist es, dass der Stern auch in Hannover künftig noch heller strahlt", sagte Heinrich Rosier. Dies solle im engen Schulterschluss mit der Belegschaft gelingen.
Das Familienunternehmen Rosier vertreibt neben Mercedes‑Benz auch die Fahrzeugmarken Audi, Volkswagen, Skoda, Seat, Cupra, Peugeot, Smart, Maxus, Fuso und Vespa und ist seit Jahrzehnten durch kontinuierliche Übernahmen gewachsen – mit Hannover nun um einen weiteren strategisch wichtigen Baustein.
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